Protest bei Dillinger (Foto: SR/Karin Mayer)

Maas will Stahl-Betriebsräte unterstützen

mit Informationen von Karin Mayer   04.10.2019 | 21:00 Uhr

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will die saarländischen Stahl-Betriebsräte im Kampf um ihre Arbeitsplätze unterstützen. Maas sagte nach einem Treffen mit den Betriebsratsvorsitzenden von Dillinger, Saarstahl und Stahlwerke Bous, in Deutschland produzierter Stahl gehöre zu den umweltfreundlichsten weltweit.

Dem Klimawandel werde es nicht dienen, wenn die heimische Industrie im Wettbewerb gegenüber Ländern verliere, die mit geringeren Umweltstandards Stahl produzierten. Die Betriebsräte fordern einen sozialverträglichen Umbau der Stahlindustrie zu einer CO2-freien Produktion. Dafür seien arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Kurzarbeit und Altersteilzeit nötig. Die Industrie braucht nach ihren Angaben dringend Fördermittel.

Video [aktueller bericht, 04.10.2019, Länge: 3:41 Min.]
Parallelen zwischen der Fridays for Future Bewegung und der Stahlarbeiter

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Michael Fischer sagte dem SR, die Betriebsräte stehen zu den befristet Beschäftigten und seien bereit um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Heiko Maas ist bereit, darüber mit seinen Kabinettskollegen Olaf Scholz, Hubertus Heil (beide SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu sprechen. Ein weiteres Treffen mit den Stahlbetriebsräten ist geplant. 

Landesregierung wirbt für Stahlallianz

Bereits im Laufe der Woche haben sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) an die Bundesregierung gewandt und um milliardenschwere Finanzhilfen gebeten. Am Tag der Deutschen Einheit hat Hans auch das Gespräch mit den Ministerpräsidenten anderer betroffener Bundesländer gesucht. Er plant angesichts der Lage eine Allianz der Stahlländer. Die Stahlindustrie sei eine Schlüsselindustrie für Deutschland.

Interview zur Stahlkrise mit Tobias Hans
"Wir müssen alle an einem Strang ziehen"

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.10.2019.

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