Europäischer Stahlaktionstage in Dillingen (Foto: Sarah Sassou/SR)

Stahl-Betriebsräte fordern klare Rahmenbedingungen

Sarah Sassou   01.10.2020 | 16:56 Uhr

Anlässlich des europäischen Stahlaktionstages hat die saarländische Stahlindustrie ihre Forderungen nach klaren Rahmenbedingungen wiederholt. Bei einem Treffen in Dillingen waren 135 Betriebsräte von Stahlunternehmen aus ganz Deutschland zusammengekommen.

Die Stahlproduktion in Europa brauche schnell Regeln, um überleben zu können, so die Teilnehmer des Betriebsrätetreffens in Dillingen. Die Zeit dränge, und das aus unterschiedlichen Gründen.

Video [aktueller bericht, 01.10.2020, Länge: 3:10 Min.]
Demonstration zur Zukunft der saarländischen Stahlindustrie

Fachkräfte fürchten Unsicherheit

Europäischer Stahlaktionstag in Dillingen
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 01.10.2020, Länge: 03:06 Min.]
Europäischer Stahlaktionstag in Dillingen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien schon so lange hingehalten worden, immer mehr Fachkräfte würden ihre Jobs in der Stahlbranche kündigen, weil sie die Unsicherheit über die Zukunft des Stahls nicht mehr hinnehmen wollten. Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte, jeder Tag früher, an dem die Rahmenbedingungen geklärt seien, sei ein guter Tag für den saarländischen Stahl.

Der Vorstandsvorsitzende der Stahl-Holding Saar, Tim Hartmann, wies darauf hin, dass man auch innerhalb der EU auf faire Wettbewerbsbedingungen achten müsse und bezog das auf die Kosten für grünen Strom, die beispielsweise in Norwegen mehr als die Hälfte niedriger seien als in Deutschland. Er hoffe, dass durch die EU-Ratspräsidentschaft bis zum Ende des Jahres noch etwas für die Zukunft der Stahlindustrie erreicht werden könne.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.10.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja