Gas - Symbolbild (Foto: Unsplash/Sugarman Joe)

Auch Stadtwerke Völklingen erhöhen Gaspreis

  17.08.2022 | 13:11 Uhr

Zusätzlich zur Gasumlage müssen sich Gaskunden in Völklingen ab Oktober auf höhere Gaspreise einstellen. Wie bereits zuvor andere Stadtwerke erhöht Völklingen den Preis pro Kilowattstunde. Er steigt um rund vier Cent. Ausgenommen sind Festpreisverträge.

„Noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik haben wir solche Preissprünge beim Einkauf von Strom und Gas erlebt wie jetzt“, sagt Julian Wollscheidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Völklingen. Der Grundversorger hat, wie vorher auch schon die Stadtwerke in St. Ingbert, Merzig und weitere Anbieter, eine Erhöhung der Preise für Erdgas angekündigt.

Deutliche Mehrbelastung

Für Kunden der Stadtwerke Völklingen steigt der Brutto-Arbeitspreis für eine Kilowattstunde Erdgas um 4,08 Cent. Das entspricht einer Preissteigerung von rund 25 Prozent. Im Tarif „my Kochgas“ steigt der Brutto-Arbeitspreis von 16,90 Cent auf 20,98 Cent pro Kilowattstunde. Im Tarif „my Heizgas“ sind statt bisher 15,90 Cent künftig 19,98 Cent zu zahlen, im Grundversorgungstarif statt 16,90 Cent 20,98 Cent.

Die Grundpreise sollen stabil bleiben. Für einen Haushalt mit einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern und einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 15.000 Kilowattstunden bedeutet das, auf das Jahr gerechnet, eine Preisanhebung von 612 Euro. Ausgenommen sind Festpreisverträge.

Gaspreis: Von der Umlage bis zur Preiserhöhung der Versorger
Audio [SR 3, Moderation: Janek Böffel, 18.08.2022, Länge: 04:09 Min.]
Gaspreis: Von der Umlage bis zur Preiserhöhung der Versorger

Zwei Gasumlagen

Dazu kommen noch die beiden Gasumlagen. Diese sind zum einen die Gasbeschaffungsumlage von 2,419 Cent pro Kilowattstunde netto, mit der Gasimporteure gestützt werden, zum anderen die Gasspeicherumlage. Die Höhe der letztgenannten soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.

Die Stadtwerke Völklingen haben angekündigt, beide Umlagen ab November monatlich zu erheben, wobei im November die Beiträge für Oktober und November fällig sind.

„Diese Entwicklung ist auch für uns sehr schwierig“, so Wollscheidt. „Wir wissen, dass für viele die aktuellen Zusatzbelastungen durch die steigenden Lebenshaltungskosten nicht einfach zu verkraften sind. Aber da müssen wir jetzt alle durch.“

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja