Die Bauarbeiten am Ludwigsparkstadion (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Vorerst kein Sonderkredit für Ludwigspark

mit Informationen von Stephan Deppen   06.02.2019 | 21:56 Uhr

Bei der Sanierung des Ludwigsparkstadions in Saarbrücken drohen weitere Verzögerungen. Im Stadtrat gab es am Dienstagabend keine Mehrheit für einen geänderten Wirtschaftsplan des Gebäudemanagementbetriebes GMS der Landeshauptstadt.

Mit diesem Plan sollte die Grundlage gelegt werden für einen Sonderkredit, um die auf rund 34 Millionen Euro weiter gestiegenen Baukosten für das Stadion abzudecken. Die Grünen stimmten wie schon bei der letzten Baukosten-Abstimmung dagegen, erstmals dieses Mal auch die CDU-Fraktion.

Video [aktueller bericht, 06.02.2019, Länge: 3:30 Min.]
Ludwigsparkstadion: Wie geht es weiter mit der Sanierung?

Genügend Geld für aktuelle Arbeiten

Video [aktueller bericht, 06.02.2019, Länge: 3:22 Min.]
Kollegengespräch: SR-Sportreporter Frank Grundhever zum Ludwigspark

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) will nun mit allen Ratsfraktionen sowie dem Innenministerium Gespräche führen, wie ein Baustopp und weitere Kostensteigerungen verhindert werden können.

Aktuell, so die Stadt, sei genügend Geld eingestellt, um die aktuellen Arbeiten sowie die nächsten drei geplanten Ausschreibungen wie geplant durchführen zu können. Wenn es dann nahtlos weitergehen soll, müssen jetzt schnell eine politische Einigung aller Beteiligten und ein neuerlicher Stadtratsbeschluss her.

34 statt ursprünglich 16 Millionen Euro

Studiogespräch: "Da spielte der Kommunalwahlkampf bereits mit rein"
Audio [SR 3, Karin Mayer/Stephan Deppen, 06.02.2019, Länge: 03:05 Min.]
Studiogespräch: "Da spielte der Kommunalwahlkampf bereits mit rein"

Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass die Stadt aufgrund des anhaltenden Baubooms und den damit verbundenen höheren Preisen mittlerweile mit Gesamtkosten von 34 Millionen Euro plant - statt den zuletzt genehmigten 28 Millionen Euro. Ursprünglich waren für den Umbau einmal 16 Millionen Euro veranschlagt worden.



Weiteres Thema in der Stadtratssitzung am Dienstagabend war der Verkauf des Messegeländes am Schanzenberg. Die Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei stimmte für den Verkauf, CDU und FDP dagegen. Den öffentlich diskutierten Kaufpreis von rund 7,7 Millionen Euro wollte die Stadt nicht kommentieren.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 05.02.2019 berichtet.

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