Autobahnschild (Foto: dpa/Jens Büttner)

Homburger Stadtrat beschließt Variante für Autobahnanschluss

Steffani Balle   03.07.2020 | 06:31 Uhr

Der Stadtrat Homburg hat am Donnerstagabend endgültig die sogenannte Variante 1 einer neuen Autobahnanschlussstelle Homburg-Ost beschlossen. Vorausgegangen war eine jahrelange, emotional geführte Debatte.

"Stadtrat hat Chance auf Mitsprache gerettet"
Audio [SR 3, Nadine Thielen/Steffani Balle, 03.07.2020, Länge: 03:19 Min.]
"Stadtrat hat Chance auf Mitsprache gerettet"

Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Freien Wählern, der FDP und der CDU, in der es eine Gegenstimme und eine Enthaltung gab, fiel die Entscheidung gegen die Stimmen von AfD und Linken. Damit hat sich die Stadt Homburg ein Mitspracherecht bei der Planung einer neuen Autobahnanschlussstelle gesichert.

Bund gibt Richtung vor

Bauherr ist nämlich der Bund. Und dass der entweder die jetzt beschlossene Variante 1 oder gar nichts baut. Das hatte schon vor Monaten ein Vertreter des Landesbetriebs für Straßenbau klar gemacht. Dennoch gab es bis Donnerstag eine Mehrheit für eine alternative Lösung, weiter weg von Anwohnerstraßen, quer durch den Wald. Die ist aber dem Bund zu teuer.

Anonyme Drohbriefe

Wie sehr diese Entscheidung die Homburger emotional berührt, zeigt sich zum Einen in den Querelen um die Veröffentlichung von Absprachen aus dem nicht-öffentlichen Bauausschuss, der die Entscheidung vorbereitet hatte, zum anderen in anonymen Drohbriefen, die alle Stadtratsmitglieder vor ein paar Tagen in ihren Briefkästen gefunden haben. Die geplante Straßenführung soll auf der Internetseite der Landesregierung einzusehen sein.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 02.07.2020 berichtet.

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