Entwurf Stadtmitte am Fluß (Foto: Stadt Saarbrücken)

Stadtrat beerdigt Autobahntunnel

red/V.Hildisch   18.03.2014 | 19:36 Uhr

Der Saarbrücker Stadtrat hat das seit Jahren umstrittene Großprojekt „Stadtmitte am Fluss“ am Dienstagabend mit einem förmlichen Beschluss aufgehoben. Die Stadt zieht damit Konsequenzen daraus, dass die EU eine finanzielle Förderung abgelehnt hatte.

Mit dem offiziellen Ende des Großprojekts "Stadtmitte am Fluss" sind auch die Planungen für eine Übertunnelung der Stadtautobahn bis auf weiteres beendet. Wie hoch die bisher entstandenen Vorlaufkosten waren und wer sie trägt, ist noch offen. Auch die Frage, ob es noch einmal einen neuen Anlauf geben wird und der Bund dafür finanziell stärker einspringen könnte, ist noch ungeklärt.

Rein formal hat der Beschluss des Saarbrücker Stadtrates zur Folge, dass jetzt neue Fördertöpfe für den Stadtumbau erschlossen werden müssen. Das ist mit einem großen Verwaltungsaufwand verbunden. Rena Wandel-Hoefer, Baudezernentin Stadt Saarbrücken sagte im SR Fernsehen, man könne erste 2020 einen möglichen neuen Anlauf in Sachen Stadtmitte starten. Bis dahin gebe es noch viele einzelnen Bauprojekte in Saarbrücken, die fertiggestellt würden.

Lärmschutzwand am Staden

Der Umbau der Berliner Promenade konnte mit Hilfe von EU-Mitteln nahezu abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten in der Eisenbahnstraße sollen im Herbst fertig sein. Für den Osthafen muss ein neuer Förderantrag gestellt werden. Geplant ist, mit dem Umbau noch in diesem Jahr zu beginnen. Der Bau einer Lärmschutzwand an der Stadtautobahn in Höhe des Stadens kann frühestens im nächsten Jahr beginnen.

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