Das Eurosymbol am Willy Brandt Platz in Frankfurt am Main (Foto: IMAGO/Marcel Lorenz)

Staatsschulden auf neuem Rekordhoch

  28.07.2021 | 12:26 Uhr

Die Corona-Pandemie hat die Staatsverschuldung in Deutschland auf ein neues Rekordhoch getrieben. Das Saarland gehört nach wie vor zu den Bundesländern mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung.

Die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen haben Ende vergangenen Jahres mit 2172,9 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch erreicht. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, waren das 273,8 Milliarden Euro oder 14,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Alleine der Schuldenstand des Bundes kletterte um 18,1 Prozent. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl in Deutschland betrugen die Schulden zum Jahresende 16.884 Euro. Hinzu kommen die Schulden der Länder und der Kommunen.

Saarland mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung

Unter den Flächenländern hatte das Saarland zum Jahresende mit 14.737 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung - ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am niedrigsten war die Verschuldung in Sachsen (1244 Euro) und Bayern (1359 Euro).

Die Schulden der kommunalen Haushalte sind dank des Saarlandpaktes im vergangenen Jahr um 13,7 Prozent gesunken. Mit 3158 Euro haben die saarländischen Kommunen dennoch die zweithöchste Pro-Kopf-Verschuldung bundesweit nach Rheinland-Pfalz.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 28.07.2021.

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