Das Homburger Rathaus (Foto: SR)

Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen zu Homburger Immobilien

Thomas Gerber   09.10.2020 | 21:15 Uhr

Die Ungereimtheiten bei der Vermietung von städtischen Wohnungen in Homburg interessiert nun auch die Staatsanwaltschaft. Wie die Behörde dem SR mitteilte, wurden Vorermittlungen eingeleitet. Dabei werde der strafrechtliche Sachverhalt geprüft und erst danach entschieden, gegen wen eventuell Ermittlungen einzuleiten seien.

Die Stadt Homburg hatte zwei Wohnungen in Erbach auf dem Gelände des früheren Landesaufnahmelagers über Jahre an zwei Gewerbetreibende teilweise kostenlos oder äußerst kostengünstig vermietet.

Schaden von mehreren 10.000 Euro

Dabei musste der Betreiber einer Schlagzeugschule lediglich 50 Euro Miete für eine 200 Quadratmeter große Wohnung zahlen. Ein Sicherheitsunternehmer musste gar keine Miete zahlen. Die Mietverträge wurden zur Zeit von CDU-Oberbürgermeister Karlheinz Schöner geschlossen von dessen SPD-Nachfolger Rüdiger Schneidewind fortgeführt.

Die Grünen im Homburger Stadtrat gehen davon aus, dass der Stadt ein Schaden von mehreren 10.000 Euro entstanden ist. Sie haben die Stadtverwaltung aufgefordert, die Verantwortlichen in Regress zu nehmen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 09.10.2020 berichtet.

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