Kinder arbeiten nach dem Unterricht an ihren Hausaufgaben. (Foto: picture alliance / dpa | Patrick Seeger)

SSGT fordert Schulbauförderprogramm

Janek Böffel   15.07.2022 | 16:53 Uhr

Die Klassengröße an Grundschulen soll künftig auf 25 Schüler reduziert werden, das hat die Landesregierung am Freitag mitgeteilt. Auch wenn der Saarländische Städte- und Gemeindebund diese Maßnahme begrüßt, warnt er vor den damit verbundenen Kosten. Die vom Bund angekündigten Mittel seien definitiv nicht ausreichend.

Am Freitag hat Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) noch einmal die Pläne konkretisiert, den Klassenteiler an Grundschulen von 29 auf 25 Schüler zu reduzieren. Zur Umsetzung der Maßnahme sind für das kommende Jahr rund 100 neue Lehrerstellen geplant. Das hatte Rehlinger bei der Haushaltsklausur am Freitag mitgeteilt.

Der Saarländische Städte und Gemeindetag (SSGT) reagierte mit gemischten Gefühlen auf diese Ankündigungen der Landesregierung. „Wir begrüßen dieses Vorhaben in der Sache sehr. Wir erwarten aber, dass die Kosten der Kommunen für die Klassenmehrbildungen eins zu eins vom Land übernommen werden“, so der Präsident des SSGT, Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD).

6800 Plätze im Saarland benötigt

Es gebe bereits jetzt einen erheblichen Investitionsbedarf an den Grundschulen: „Zu einem schon vorhandenen Sanierungsstau kommt der Ausbau der Ganztagsbetreuung.“ Hintergrund ist die Einigung von Bund und Ländern auf einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab 2026.

Im Saarland würden dafür mindestens 6800 neue Plätze benötigt. Wie die Schulträger diese zusätzlichen Bauinvestitionen stemmen sollen, darüber gebe es keine Informationen, so der SSGT. Die zugesagten Mittel des Bundes seien jedenfalls bei Weitem nicht ausreichend. Deshalb brauche es ein Schulbauförderungsporgramm. Dazu seien Gespräche mit der Regierung notwendig.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.07.2022 berichtet.

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