Ein Schüler aus der Ukraine schreibt im Förderunterricht Vokabeln in sein Heft.  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Waltraud Grubitzsch)

Bildungsministerium will mehr Geld für Sprachförderung

mit Informationen von Lisa Betzholz-Weber   18.03.2022 | 13:33 Uhr

Saarländische Schulen nehmen vor dem Krieg gegen die Ukraine geflüchtete Kinder in den Unterricht auf - deshalb steigt der Bedarf an Sprachförderlehrkräften. Das Bildungsministerium will deshalb mehr Mittel dafür und hat Gespräche mit dem Finanzministerium aufgenommen.

Neun Millionen Euro jedes Jahr beträgt derzeit die zur Verfügung gestellte Summe für Sprachförderung im Saarland. Das Bildungsministerium geht nun davon aus, dass das nicht reicht: Nach Zusatzbedarf wegen der Coronapandemie brauchen nun auch zusätzliche ukrainische Schüler an den Saar-Schulen Betreuung.

Am Freitag meldete das Bildungsministerium, dass die ersten 84 Mädchen und Jungen aus der Ukraine an verschiedenen Schulen im Saarland gestartet sind.

Video [aktueller bericht, 17.03.2022, Länge: 3:34 Min.]
Probleme mit Sprachförderung im Saarland

Damit die Eingliederung funktioniert, sei man in Gesprächen mit dem Finanzministerium über mehr Geld. Zusätzlich will Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) auch die bisher geplanten 4000 Lehrerwochenstunden erhöhen.

Mehr Stellen für Sprachförderkräfte

Das bietet möglicherweise eine Chance für Sprachförderlehrkräfte, die zuvor beim paritätischen Bildungswerk angestellt waren. Denn wegen einer Umorganisation hatten 180 Förderlehrerinnen und -lehrer vergangenes Jahr die Kündigung für Ende August 2022 erhalten.

Sprachförderlehrer: Für viele ist noch unklar, wie es für sie weiter geht
Audio [SR 3, Studiogespräch: Lisa Betzholz-Weber, 18.03.2022, Länge: 03:12 Min.]
Sprachförderlehrer: Für viele ist noch unklar, wie es für sie weiter geht

Nun sind neue Stellen beim Bildungsministerium ausgeschrieben. Noch ist unklar, ob tatsächlich 180 Förderlehrkräfte wechseln können - das Bildungsministerium ging gegenüber dem SR aber davon aus, allen ein Angebot machen zu können.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 17.03.2022 berichtet.

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