Französischlehrerin im Unterricht (Foto: Imago/UIG/Philippe Lissac)

Neues Sprachenkonzept für Schulen

Gerd Heger / Onlinefassung: Kristin Luckhardt   28.01.2019 | 16:00 Uhr

Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) will mehr Geld für Mehrsprachigkeit. Das sagte der Minister bei der Vorstellung des neuen Sprachenkonzepts seines Ministeriums.

Das Konzept biete einen sehr guten Überblick über die Situation und die nötigen Maßnahmen im Sprachlehrbereich. Jetzt gelte es, so Commerçon, an die einzelnen Vorschläge "Preisschilder zu kleben". Damit wolle er in die Haushaltsverhandlungen für 2021 gehen.

Insbesondere wolle man sich für eine neue Lösung beim Sprachunterricht in der 5. und 6. Klasse einsetzen: Dort könnten Englisch und Französisch gleichwertig unterrichtet werden – so dass eine Entscheidung für eine erste Fremdsprache erst in der 7. Klasse anstehe.

Grundschüler sollen Französisch lernen

Eine weitere Priorität sieht Commerçon bei einer flächendeckenden Versorgung mit Französisch ab dem ersten Schuljahr. Bisher lernt erst ein Drittel aller saarländischen Gründschülerinnen und Grundschüler die Sprache des Nachbarn. Mehr Geld brauche es auch für die Aufwertung der Herkunftssprachen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und den Bereich „Deutsch als Fremdsprache“.

Das 180 Seiten starke Sprachenkonzept 2019 wurde von Wissenschaftlern der Universität des Saarlands erstellt. Es schließt an das Sprachenkonzept von 2011 an und an die entsprechenden Passagen in der Frankreichstrategie des Saarlandes.

Video [aktueller bericht, 28.01.2019, Länge: 3:06 Min.]
Aktualisiertes Konzept zur Mehrsprachigkeit im Saarland

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 28.01.2019 berichtet.

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