Steuer (Foto: Monika Skolimowska - dpa/Bildfunk)

Grenzgängerregelung greift nicht bei Sportlern

Stefan Hauch / Onlinefassung: Axel Wagner   11.09.2020 | 12:29 Uhr

Profisportler, die für einen Verein in Deutschland aktiv sind und in Frankreich wohnen, sind in Deutschland steuerpflichtig. Das hat das Finanzgericht des Saarlandes am Donnerstag entschieden.

Im Streit um die Besteuerung seines Lohnes ist ein Berufsfußballer vor dem Finanzgericht des Saarlandes mit seiner Beschwerde vorerst gescheitert. Die Saarbrücker Richter entschieden, dass die sogenannte Sportlerklausel die ebenfalls bestehende Grenzgängerregelung schlägt.

Keine Grenzgängerregelung

In Frankreich lebende Sportler, die in Deutschland in einem Verein aktiv sind, fallen nach Ansicht des Gerichts nicht unter die sogenannte „Grenzgängerregelung“, die eine Besteuerung in Frankreich erlaubt.

Das bedeutet im Einzelfall, dass Personen, die nach Ausübung ihrer täglichen sportlichen oder künstlerischen Tätigkeit in Deutschland zu ihrem Wohnsitz nach Frankreich zurückkehren, in Deutschland besteuert werden. Im Allgemeinen ist dies für den betroffenen Personenkreis die ungünstigere Besteuerung.

Gegen die jetzige Entscheidung des Finanzgerichtes ist Beschwerde beim Bundesfinanzhof zugelassen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11. September 2020 berichtet.

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