Autos und Lkw fahren auf der Autobahn 7. (Foto: dpa/Silas Stein)

Spedition Konz muss saniert werden

  07.04.2022 | 17:47 Uhr

Die Saarbrücker Spedition Josef Konz muss saniert werden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Saarbrücken einen Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter.

Die Saarbrücker Spedition Josef Konz GmbH hat beim Amtsgericht Saarbrücken Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Gericht den Anträgen vollumfänglich entsprochen und am Montag die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Der Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiter. Der Geschäftsführer Michael Cernel strebe mit den flexiblen Möglichkeiten des Eigenverwaltungsverfahrens eine langfristige Sicherung des Unternehmens an.

Mehrere Gründe verantwortlich

„Die Gründe ein Eigenverwaltungsverfahren zu beantragen, sind in den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre, in den seit nunmehr sieben Monaten stetig steigenden Kraftstoffkosten sowie in den zu befürchtenden Rohstoffengpässen durch das aktuelle Kriegsgeschehen zu sehen", so Cernel, der Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Konz.

Betrieb läuft weiter

Das Unternehmen wird durch den Sanierungsexperten Rechtsanwalt Marc Herbert als Generalbevollmächtigten unterstützt. „Der Geschäftsbetrieb wird vollumfänglich weitergeführt, Löhne und Gehälter der etwa 180 Arbeitnehmer sind gesichert", so Herbert.

Ziel sei es, das Unternehmen innerhalb der nächsten sechs Monate konsolidiert zu haben, um es für die erwartete zusätzliche Belastung durch die weltwirtschaftlich vorgegebenen Rahmenbedingungen zu stärken.

Als vorläufigen Sachwalter setzte das Insolvenzgericht den St. Ingberter Rechtsanwalt Matthias Bayer aus der Kanzlei Abel und Kollegen ein.

Die Spedition Konz betreibt seit 1994 ein Logistik- und Verwaltungszentrum am Lyonerring in Saarbrücken. Zum Fuhrpark gehören unter anderem 90 Zugmaschinen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.04.2022 berichtet.

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