Deutsches rotes Kreuz (Foto: dpa)

SPD will mehr Freistellungen für Hilfsdienste

mit Informationen von Janek Böffel   20.01.2022 | 18:00 Uhr

Die SPD will Ehrenamtliche von Hilfsdiensten wie dem Deutschen Roten Kreuz bei der Freistellung für Ausbildung und Einsatz mit Feuerwehr und THW gleichstellen. Nach der Landtagswahl soll es eine entsprechende Initiative geben.

Wenn Ehrenamtliche von Hilfsdiensten wie dem Roten Kreuz, den Maltesern oder ähnlichen Organisationen Fortbildungen machen möchten, müssen sie dafür meist Urlaub nehmen. Denn der Arbeitgeber muss sie nur zwei Tage freistellen, die meisten Weiterbildungen dauern allerdings deutlich länger.

Oft sind die Helfer auch für Einsätze nicht freigestellt. Das gibt es nur in Katastrophenfällen. Und damit sind die Hilfsdienste schlechter gestellt als Feuerwehr und THW, die für alles freigestellt werden.

Rehlinger: Land könnte Teil der Kosten übernehmen

Die SPD schlägt deshalb kurz vor Ende der Legislaturperiode eine Initiative für nach der Landtagswahl vor, in der unter anderem eine Anpassung des Bildungsfreistellungsgesetzes und des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes vorgesehen ist.

Das Land könnte im Gegenzug einen Teil der Freistellungskosten der Arbeitgeber übernehmen. Man sollte den Ehrenamtlichen jegliche Steine für Ausbildung und Einsätze aus dem Weg räumen, sagte die SPD-Landesvorsitzende und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 20.01.2022 berichtet.

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