Magnus Jung, SPD (Foto: Pasquale D'Angiolillio)

SPD berät mit Sozialverbänden über Pandemie

Carolin Dylla   18.02.2021 | 20:43 Uhr

Die SPD-Landtagsfraktion und Vertreter von zwölf Sozialverbänden im Saarland haben sich zu einem Online-Sozialgipfel getroffen. Initiiert hatte das Treffen SPD-Sozialpolitiker Magnus Jung. Ziel war, die Auswirkungen der Corona-Pandemie gerade im sozialen Bereich zu analysieren und Schwerpunkte für die weitere Arbeit festzulegen.

Eines hätten alle Beteiligten festgestellt, sagt Magnus Jung: „Das Problem ‚Armut‘ ist durch Corona größer geworden, der Beratungsbedarf steigt.“ Gleichzeitig seien viele Behörden für die Betroffenen aber schlechter erreichbar – was vor allem Migrantinnen und Migranten vor Schwierigkeiten stellt.

Erfahrungsaustausch zur Pandemie

Der Umzug der Ausländerbehörde von Saarbrücken nach Lebach habe deren Situation noch verschärft, so Jung. Der SPD-Politiker hatte die Vertreter der Sozialverbände geladen, um sich über ihre Erfahrungen aus der Pandemie auszutauschen und einen Eindruck zu gewinnen, in welchen sozialen Bereichen sich Corona am stärksten auswirkt – und wie. Die übergeordnete Frage sei, ob der Sozialstaat mit seinen jetzigen Instrumenten noch in der Lage ist, die sozialen Folgen der Krise abzufangen.

Konkrete Beschlüsse gehen von dem Treffen nicht aus. Das war laut Jung aber von Anfang an als „Arbeitstreffen“ angesetzt, das Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit festlegen soll. Die Ergebnisse des Austauschs sollen jetzt ausgewertet und in einem Positionspapier festgehalten werden. Das soll in rund einer Woche fertig sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.02.2021 berichtet.

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