Willy-Brandt-Haus in Berlin (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Kampf um SPD-Vorsitz beginnt in Saarbrücken

  06.08.2019 | 08:52 Uhr

Die Kandidaten für den Bundesvorsitz der SPD stellen sich auf 23 Regionalkonferenzen der Parteibasis vor. Auftakt ist laut dem kommissarischen Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel am 4. September in Saarbrücken.

Die rund 426.000 SPD-Mitglieder können nach den Regionalkonferenzen online oder per Brief über den künftigen Parteivorstand abstimmen. Für die Online-Abstimmung haben sich bereits 85.000 Mitglieder registriert, sagte Schäfer-Gümbel der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Die letzte der insgesamt 23 geplanten Regionalkonferenzen sei für den 12. Oktober in München geplant.

Abstimmung soll bindend sein

Anfang Dezember entscheidet dann ein Bundesparteitag. Dort wird der Sieger der Mitgliederbefragung laut dem Parteiorgan "Vorwärts" den Genossen als neue Parteiführung zur Abstimmung vorgeschlagen. Ähnlich wie bei der Abstimmung über die Große Koalition soll die Befragung für die Delegierten bindend sein.

Keine Kandidatur von Rehlinger

Die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger will sich nach eigenen Angaben nicht um den SPD-Parteivorsitz bewerben. Rehlinger sagte der Deutschen Presse Agentur, sie habe als Landesvorsitzende und Ministerin im Saarland schöne Aufgaben - und erfülle sie mit hoher Motivation. Außerdem gebe es bereits vielversprechende Bewerbungen. Sie sei sich sicher, dass noch einige dazu kämen. Kandidaten können sich bis zum 1. September bewerben.


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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 06.08.2019 berichtet.

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