«Corona-Testzentrum» steht auf einem Schild am Flughafen (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

SPD-Fraktion fordert Rückkehr zu kostenlosen Tests

  07.11.2021 | 17:26 Uhr

Der SPD-Politiker und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im saarländischen Landtag, Magnus Jung, fordert angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen die Rückkehr zu kostenlosen Tests. Die Lage sei ernst und könne bedrohlich werden.

Innerhalb weniger Tage stieg der Inzidenzwert im Saarland von 70 auf 108, deutschlandweit liegt er inzwischen bereits bei 191,5. Für den SPD-Politiker und Vorsitzenden im Gesundheitsausausschuss des saarländischen Landtages Magnus Jung ist es nun an der Zeit, die Pandemielage zu bewerten.

"Wir treten jetzt auch im Saarland in eine neue Phase der Pandemie ein." Die Lage sei ernst und könne wieder bedrohlich werden, teilte Jung am Sonntag mit.

Magnus Jung (Foto: IMAGO / BeckerBredel)
SPD-Politiker Magnus Jung

Sorgen bereiten dem Gesundheitspolitiker nicht nur die steigenden Neuinfektionen, sondern auch der deutliche Anstieg von Impfdurchbrüchen. Daher sei es an der Zeit "über eine Rückkehr zu kostenlosen regelmäßigen Tests für alle nachzudenken."

Letztlich gehe es darum, einen erneuten Lockdown oder andere schwere Beschränkungen von Freiheitsrechten auszuschließen.

Immer mehr Forderungen nach kostenlosen Tests

Mit der Forderung nach erneuten kostenlosen Tests ist Jung nicht alleine. Auch die Bundesärztekammer sprach sich am Sonntag dafür aus. "Die Neuregelung muss jetzt schnell kommen, möglichst noch mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes Mitte November", sagt Ärztepräsident Klaus Reinhardt.

Auch Grünen-Chef Robert Habeck und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) hatten zuvor für die Rückkehr von kostenlosen Testangeboten plädiert.

Ende seit 11. Oktober

Seit dem 11. Oktober sind Corona-Schnelltests in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen kostenlos. Der Bund hat die Finanzierung eingestellt, viele Teststationen sind inzwischen geschlossen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass nun jeder die Möglichkeit habe, sich durch eine Impfung zu schützen.

Gratis-Schnelltests gibt es seither nur noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren, sowie übergangsweise für 12- bis 17-Jährige und Schwangere.

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