Das Logo der Sparda Bank an einer Filiale (Foto: picture alliance/Bernd Weißbrod/dpa | Bernd Weissbrod)

Streik bei Sparda-Bank Südwest

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   31.08.2021 | 18:32 Uhr

Die Beschäftigten der Sparda-Bank Südwest im Saarland sind am Dienstag in einen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Verdi will damit in den laufenden Tarifverhandlungen Druck machen.

Drei Verhandlungsrunden zwischen Sparda-Bank Südwest und Verdi sind bereits ergebnislos verlaufen. Um den Druck zu erhöhen, hat die Gewerkschaft deshalb Beschäftigte zum Ausstand aufgerufen. Nach Unternehmensangaben waren die Filialen in Merzig und Saarlouis am Dienstag geschlossen.

"Es ist der erste Streik bei der Sparda-Bank seit Jahrzehnen", sagt Jürgen Grandjot von der Gewerkschaft Verdi. In Saarbrücken am Innovations Campus Saar und in Mainz vor der Sparda-Bank-Zentrale gab es deshalb am Dienstagvormittag Kundgebungen.

Verdi fordert für die Beschäftigten 3,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 120 Euro. Die Ausbildungsvergütung soll ebenfalls um 50 Euro steigen. Weiter setzt sich Verdi für das Recht ein, Gehalt in mehr Freizeit umzuwandeln. Die Gewerkschaft fordert auch den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Arbeitgeberangebot "beispiellos niedrig"

Nach Gewerkschaftsangaben haben die Arbeitgeber eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro für 21 Monate und eine Erhöhung der Gehälter um 0,75 Prozent vorgeschlagen. Den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen lehne die Sparda-Bank ab.

Die Gewerkschaftssekretärin Rheinland-Pfalz/Saar, Simone Gelfert, nannte das Angebot der Arbeitgeberseite "beispiellos niedrig und respektlos". Am 13. September ist der vierte Verhandlungstermin angesetzt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.08.2021 berichtet.

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