Eine Handwerkerin verlegt Laminatboden (Foto: dpa/Caroline Seidel)

Sozialplan für Laminatepark ausgehandelt

Karin Mayer   17.09.2019 | 07:08 Uhr

Es war eine Hängepartie für die Beschäftigten von Laminatepark. Im Februar hat das Unternehmen aus Eiweiler verkündet, dass das Werk zum Jahresende schließt. Seither wurde über einen Sozialplan verhandelt. Nun gibt es eine Einigung.

Sozialplan für Laminatepark ausgehandelt
Audio [SR 3, Karin Mayer, 17.09.2019, Länge: 03:03 Min.]
Sozialplan für Laminatepark ausgehandelt

Die Produktion von Laminat werde im Dezember eingestellt, so Geschäftsführer Patrick Biehler. Das Unternehmen zahlt Abfindungen und finanziert eine Transferagentur, die bei der Jobsuche unterstützen soll. Rund 170 Mitarbeiter werden davon profitieren. Weitere 70 Beschäftigte hätten das Unternehmen in den letzten Monaten ohne Abfindung verlassen, so Betriebsrat Joachim Thoma. Sie hätten während der langen und zähen Sozialplanverhandlungen neue Jobs gefunden.

IG Metall bedauert Ende für den Standort

Stefan Birk von der IG Metall Saarbrücken bedauerte, dass es nicht gelungen sei, einen verlässlichen Investor zu finden, der den Standort weiterführen könnte. Dem SR sagte er, es habe mehrere Interessenten gegeben. Allerdings konnten sie kein schlüssiges Konzept vorlegen. Das Unternehmen Laminatepark schließt zum Jahresende endgültig. Grund ist der rückläufige Absatz von Laminat. Damit geht eine über 80 Jahre lange Unternehmensgeschichte zuende.

Das Werk hatte verschiedene Besitzer und hieß zeitweise Agepan oder Glunz. Der Standort musste sich mehrfach neu organisieren. Besitzer ist ein Joint Venture aus dem französischen Unternehmen Tarket und der portugiesischen Sonae-Gruppe.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 17.09.2019 berichtet.

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