Ein Bedürftiger nimmt an der Essensausgabe seine Essensration entgegen (Foto: dpa/Sebastian Kahnert)

Sozialminister Jung verspricht Hilfen für Ärmere

Mit Informationen von Steffani Balle   16.08.2022 | 08:03 Uhr

Das saarländische Sozialministerium will einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger angesichts rasant steigender Preise stärker entlasten. Für den kommenden Herbst und Winter bereitet es die Aktion „Das Saarland rückt zusammen“ vor. Was sich dahinter verbirgt.

Die kalte Jahreszeit rückt näher und die Preise steigen weiter: Viele Menschen in Deutschland blicken besorgt in die Zukunft. Nun ist auch die Höhe der Gasumlage beschlossen – ab dem 1. Oktober werden 2,419 Cent pro Kilowattstunde fällig. Im Saarland trifft das fast jeden zweiten Haushalt.

Wie das Leben noch zu finanzieren ist, diese Frage dürfte vor allem einkommensschwache Haushalte umtreiben, die schon jetzt an ihre Grenzen kommen. Das saarländische Sozialministerium verspricht angesichts dessen eine stärkere Entlastung. Niemand sollte im Herbst und Winter hungern oder frieren, so Sozialminister Magnus Jung (SPD).

„Das Saarland rückt zusammen“ - was steckt dahinter?
Audio [SR 3, Moderation: Gerd Heger, 16.08.2022, Länge: 03:31 Min.]
„Das Saarland rückt zusammen“ - was steckt dahinter?

Suppenküchen und Wärmestuben geplant

Mit 1,5 Millionen Euro aus dem Fonds zur Armutsbekämpfung sollen Suppenküchen und Wärmestuben eingerichtet, die Tafeln in ihrer Arbeit unterstützt und aufsuchende Hilfen eingerichtet werden. Letzteres soll sich laut Jung vor allem an ältere und einsame Menschen richten, die in ihren kalten Wohnungen sitzen, ohne dass das jemand bemerken würde.

Gemeinsam mit den Akteuren im Paritätischen Wohlfahrtsverband soll das Programm auf die Beine gestellt werden. Am 1. November soll es starten und bis Ende März kommenden Jahres laufen.


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Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 16.08.2022 berichtet.

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