Arbeiter in einer Gießerei (Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Sondierungsgespräche für Metalltarif haben begonnen

Karin Mayer   25.02.2020 | 16:05 Uhr

Schon vor Ablauf der Friedenspflicht haben die Metallarbeitgeber und die IG Metall mit Sondierungsgesprächen begonnen. Ziel ist eine richtungsweisende Tarifeinigung am Verhandlungstisch.

Die Lage in der Metall- und Elektroindustrie ist schwierig. Der Hauptgeschäftsführer des Metallarbeitgeberverbandes ME Saar, Martin Schlechter, sagte dem SR, das gelte besonders im Saarland, wo die Branche stark vom Fahrzeugbau abhänge. Deshalb dürften Entgeltsteigerungen in diesem Jahr nicht im Mittelpunkt der Tarifrunde stehen.

Video [aktueller bericht am Faschingsdienstag, 25.02.2020, Länge: 3:29 Min.]
Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall und Elektroindustrie

Rund 40.000 Beschäftigte im Saarland

Aufgrund der besonderen Situation sei auch eine besondere Lösung für die Unternehmen nötig. Die IG Metall Bezirk Mitte, die unter anderem für das Saarland zuständig ist, geht erstmals ohne Lohnforderung in die anstehende Tarifrunde. Sie will stattdessen Beschäftigungssicherung und Veränderungen in der Industrie in den Fokus nehmen. Patrick Selzer von der IG Metall Saarbrücken sagte dem SR, das bedeute aber keine Nullrunde. Ziel sei auch eine Kaufkraftstärkung für die rund 40.000 Beschäftigten im Saarland zu ermöglichen.

Die Friedenspflicht endet am 28. April. Danach wären Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie möglich.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 25.02.2020 berichtet.

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