Das SR-Sommerinterview mit Antonio Krüger

„Am Ende müssen wir uns entscheiden, wie wir Technik einsetzen wollen“

Florian Mayer   07.08.2020 | 06:00 Uhr

Der Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, Antonio Krüger, sieht viele Vorteile durch technischen Fortschritt - auch in Krisenzeiten. Er zieht im SR-Sommerinterview mit Reporter Florian Mayer aber auch klare Grenzen, was ihren Einsatz betrifft.


Direkt zu einzelnen Themen im Sommerinterview:



Forschungsarbeit in Zeiten von Corona


Antonio Krüger ist der Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Seit über 20 Jahren forscht er im Bereich der Informatik und der Künstlichen Intelligenz. Er gilt als einer der Experten für Mensch-Maschinen-Interaktion – arbeitet also daran, wie wir irgendwann vielleicht mal mit Robotern reden werden. Trotz aller High-Tech-Forschung hat aber auch Corona die Arbeit am DFKI beeinflusst, wie Krüger erzählt.

Was ist KI und was kann Sie überhaupt?

Künstliche Intelligenz gilt als eine der Zukunftstechnologien weltweit. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff Künstliche Intelligenz? Laut Antonio Krüger muss eine Künstliche Intelligenz selbstständig Entscheidungen treffen können, sobald sie auf ein Problem trifft und aus diesen Entscheidungen auch lernen können – ohne lange herumzuüberlegen. Gerade in Krisenzeiten ja eigentlich eine gute Eigenschaft…

Der Heilsbringer KI

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft setzen große Hoffnung in die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Gerade die Politik verspricht sich von Krügers Forschungsfeld, dass sie massiv dazu beitragen wird, den Wirtschaftsstandort Deutschland auch in Zukunft im weltweiten Vergleich ganz weit vorne zu platzieren. Entsprechend groß fallen die Fördertöpfe für die Forschung aus – Millionen werden dafür ausgegeben. Wer profitiert davon am Ende und vor allem wie?

Die Macht der Internetriesen

Nicht nur Wissenschaftler wie Antonio Krüger forschen an und arbeiten mit  Künstlicher Intelligenz. Auch die ganz großen Digitalkonzerne wie Google, Amazon oder Facebook haben die KI längst für ihre Zwecke entdeckt. Zum Ausbau ihrer Macht im und über das Internet. Was tun, wenn sie der Verantwortung, die damit einhergeht, nicht mehr gerecht werden? Google und Co. zerschlagen?

Das Sommerinterview im Comic

Pol Borschette – Der Zeichner mit dem Blick in die Zukunft

Pol Borschette studiert an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken Freie Kunst im 11. Semester. Eigentlich hatte der 26-Jährige mit klassischer Malerei begonnen, hat dann aber seinen Schwerpunkt verlagert – auf Illustrationen und Comics. Ob das Comiczeichnen später mal zu seinem Hauptberuf wird, da ist sich Pol noch nicht ganz sicher. Wie die Zukunft aussehen soll, in der er gerne Leben möchte, davon hat Pol allerdings eine ganz konkrete Vorstellung.

Optimismus und Chaos Computer Club – Antonio Krügers Zukunft

Auch Antonio Krüger hat eine sehr klare Vorstellung davon, in was für einer Zukunft er gerne leben würde. Eine Zukunft, in der die Technik den Menschen hilft; in der Güter fair verteilt sind und die Teilhabechancen für alle gerecht.


Die SR-Sommerinterviews in diesem Jahr

Pressemitteilung des SR
Erst Klima, dann Corona: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“
„Erst Klima, dann Corona – wie wollen wir in Zukunft leben?“ Der Saarländische Rundfunk (SR) geht mit seiner crossmedialen Sommerinterview-Reihe 2020 der Frage nach, wie die beiden großen Krisen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft prägen. In vier Folgen stellen sich prominente Gesprächspartner den Fragen der SR-Reporterinnen und SR-Reporter Roswitha Böhm, Florian Mayer und Nelly Theobald.

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