Solarkataster für den Bliesgau (Foto: SR)

Neues Solarkataster für den Bliesgau

Julia Berdin / Onlinefassung: Axel Wagner   28.12.2021 | 20:32 Uhr

Für das Biosphärenreservat Bliesgau ist ein neues Solarkataster gestartet. Wer sich im Saarpfalz-Kreis oder in Kleinblittersdorf für eine Solaranlage interessiert, kann sich dort vorab informieren, ob der jeweilige Standort geeignet ist.

Das Saarland kommt im Jahr auf mehr als 1000 Sonnenstunden – genug Potenzial für Solarenergie. Der Biosphärenzweckverband will daher den Ausbau von Solaranlagen fördern und hat zu diesem Zweck ein neues Solarkataster für den Saarpfalz-Kreis und die Gemeinde Kleinblittersdorf erstellen lassen.

Video [aktueller bericht , 28.12.2021, Länge: 2:49 Min.]
Digitales Solar-Kataster im Bliesgau gestartet

Landesweit nur zehn Prozent

„Saarlandweit haben wir etwa zehn Prozent an Dachflächen, die mit Photovoltaik belegt sind“, sagte Gerhard Mörsch, Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau, dem SR. „Das heißt, wir haben noch Luft nach oben. 90 Prozent können noch belegt werden.“

Sehr viele Dachflächen seien noch ohne Anlage, obwohl sie sehr gut geeignet seien, so Mörsch. Hier sieht er auch Gewerbe- und Industriebetriebe angesprochen, die große Dachflächen belegen könnten.

Berechnung der Wirtschaftlichkeit

Wer sich für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage interessiert, kann auf der digitalen Karte zunächst erkennen, ob das Hausdach grundsätzlich dafür geeignet wäre. Ein ähnliches Solarkataster gibt es bereits für weite Teile des Saarlandes.

Der Unterschied: Beim Kataster des Biosphärenreservates können sich Hauseigentümer auch die Wirtschaftlichkeit der Anlagen berechnen lassen. Das Angebot ist kostenlos. Aus Datenschutzgründen müssen sie sich aber zunächst registrieren. So soll verhindert werden, dass ein Hausbesitzer etwa die Einnahmen seines Nachbarn durch die Photovoltaik in Erfahrung bringen kann.

Finanziert wurde das Kataster mit EU-Fördermitteln. Die bisherige Resonanz auf das neue Angebot sei positiv. Seit vergangener Woche wollten bereits rund 115 Interessierte wissen, ob sich eine Solaranlage auf ihrem Hausdach rechnet. 

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ vom 28.12.2021 berichtet.

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