Unwetterschäden in Bübingen bei der Hahnenklamm (Foto: SR Fernsehen)

2,5 Millionen Euro Unwetter-Hilfen

Ulrich Hauck / Onlinefassung: Markus Person   06.06.2018 | 14:22 Uhr

Die Landesregierung hat bei ihrer Kabinettssitzung in Berlin Hilfen für die saarländischen Unwetteropfer beschlossen. Nach Angaben der Staatskanzlei stehen insgesamt rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Million Euro kommt vom Land, insgesamt 1,5 Millionen Euro von Kommunen und Kreisen.

Über die Verteilung des Geldes soll eine Schadenskommission der Landkreise entscheiden. Wie es von Regierungsseite weiter heißt, sind vom Unwetter betroffene Privatpersonen, kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern sowie Vereine berechtigt, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sind Saarländer in eine existenzbedrohende Notlage, beispielsweise weil ihre Häuser nicht mehr bewohnbar sind, gibt es erstmal 1500 Euro pro Haushalt als schnelle Abschlagszahlung auf weitere Finanzhilfen. Eine existenzbedrohende Notlage liege dann vor, wenn „eine Beseitigung des Schadens aus eigenen Mitteln des Geschädigten wegen dessen finanzieller Situation nicht möglich ist“.

Video [aktueller bericht, 06.06.2018, Länge 1:31 Min.]
Finanzielle Hilfe für die Unwettergeschädigten

Mindestschaden muss 5000 Euro betragen

Grundsätzlich werden nur Schäden mit einem Umfang von mindestens 5000 Euro bei den Hilfen berücksichtigt. Bei festgestellten Schäden kann bis zu einem Betrag von 50.000 Euro ein Zuschuss bis zu 50 Prozent der festgestellten und nach Gegenrechnung von Versicherungsleistungen verbleibenden Schadenssumme gezahlt werden. Die Finanzhilfe werde auch dann gewährt, wenn der Schaden versicherbar gewesen wäre. In diesen Fällen beträgt die Unterstützung den Angaben zufolge 40 Prozent der ansonsten möglichen Unterstützung.

Hilfsfonds für Ehrenamtler und Vereine

Außerdem wird es nach Angaben der Landesregierung einen speziellen Hilfsfonds für Ehrenamtler und betroffene Vereine geben. Hierfür stellt die Staatskanzlei nach eigenen Angaben 40.000 Euro zur Verfügung. Zudem kündigte sie an, in den betroffenen Orten unterstützende Maßnahmen zu ergreifen, damit die Vereine ihre Tätigkeiten aufrechterhalten können.

Landesregierung beschließt Soforthilfen
Audio [SR 3, (c) Renate Wanninger, 06.06.2018, Länge: 02:49 Min.]
Landesregierung beschließt Soforthilfen
Das freut Geschädigte, unter anderem in Kleinblittersdorf: Die Landesregierung hat Hilfen für die saarländischen Unwetteropfer beschlossen. Demnach sollen rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. SR 3-Reporter Ulli Hauck kennt die Regelungen dazu.

In folgenden Orten und Stadtteilen können Bürger Hilfen in Anspruch nehmen: Kleinblittersdorf, Bliesransbach, St. Ingbert Mitte, Aßweiler, Bebelsheim, Bliesmengen-Bolchen, Habkirchen, Bübingen, Schafbrücke, Fechingen.

Formulare zur Unwetterhilfe online abrufbar

Betroffene Bürgerinnen und Bürger finden Informationen und Formulare zur Beantragung der Unwetterhilfe unter folgendem Link zum downloaden: https://www.saarland.de/237008.htm

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.06.2018 berichtet.