Smart-Werk in Hambach (Foto: dpa)

Smart-Zulieferer fordern Sicherheit

Lisa Huth / Onlinefassung: Axel Wagner   13.04.2019 | 17:15 Uhr

Bei Smart in Hambach gibt es offenbar einen Machtkampf zwischen Daimler und den Zulieferbetrieben auf dem Gelände. Der „Républicain Lorrain“ berichtet unter anderem über Faurecia. Der Automobilzulieferer beschäftigt in Hambach 230 Menschen.

Faurecia dem Zeitungsbericht zufolge der Smart-Muttergesellschaft Daimler einen Rettungsplan abgetrotzt. Dabei geht es um die Verlagerung der Smart-Produktion ab 2022 nach China.

Smart hat zwar eine Weiterbeschäftigungsgarantie gegeben, dabei die Zulieferer aber nicht explizit genannt. Faurecia liefert die Verkleidung des Smart ForTwo. In einem Brief fordern die Beschäftigten nun, dass Faurecia als „Co-Unternehmen“ anerkannt, also von Daimler genau wie Smart behandelt wird.

Zulieferer auf dem Werksgelände

Das fordern auch andere Zulieferbetriebe, darunter Magna Uniport und SAS Automotive. Die Zulieferer sind, um Zeit und Kosten zu sparen, in Hambach auf dem Werksgelände angesiedelt. Ende April soll es eine Verhandlungsrunde mit Gewerkschaftsvertretern geben.

Daimler wird sich allerdings nicht komplett aus Hambach zurückziehen: Das Stuttgarter Unternehmen investiert 500 Millionen Euro, um dort den ersten Elektro-Mercedes auf französischen Boden zu bauen.

Über dieses Thema hat auch der SR 3 Kiosk vom 13.04.2019 berichtet.

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