Eine Krankenschwester geht auf einem Flur an einem leeren Bett vorbei. (Foto: Sebastian Widmann/picture alliance/dpa)

Saar-Kliniken befürchten "gravierende Probleme"

  29.10.2020 | 17:14 Uhr

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen erwartet die Saarländische Krankenhausgesellschaft "gravierende Probleme" für die 22 Krankenhäuser im Saarland. Auch in finanzieller Hinsicht sei mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, teilte die SKG mit.

Vor allem das fehlende Pflegepersonal ist nach Angaben der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) in der zweiten Welle der Corona-Pandemie problematisch. Die gesetzliche Pflegepersonaluntergrenze verhindere zudem den flexiblen Einsatz von Krankenhauspersonal.

Nach Auskunft des saarländischen Gesundheitsministeriums sind in den Krankenhäusern im Saarland derzeit allein 171 Mitarbeiter nicht im Dienst, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder sich in Quarantäne befinden. 78 Mitarbeiter seien an Covid-19 erkrankt. 20 positiv Getestete zeigten keine Symptome. Die übrigen seien in Quarantäne.

Die SKG zeigt sich außerdem besorgt über die Einnahmeausfälle, die mit der Versorgung von Covid-19-Patienten einhergehen. Durch die Belegung der Kapazitäten durch Corona-Patienten müssten andere Eingriffe verschoben werden, wodurch die Krankenhäuser mit "erheblichen Einbrüchen" der Einnahmen rechnen müssten.

Zahl der Intensivbetten erhöht

Gelungen sei dagegen, die Anzahl der Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit deutlich zu erhöhen. Im März gab es davon laut SKG noch 402 im Saarland, im Oktober waren es 526. Die Zahl der Intensivbetten insgesamt konnte im gleichen Zeitraum von 520 auf 732 erhöht werden.

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