Ein Forscher zeigt, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird (Foto: picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)

Weniger neue Fälle durch Corona-Mutanten im Regionalverband

Thomas Braun   11.03.2021 | 20:21 Uhr

Die Zahl der neuen Infektionen mit mutierten Coronaviren ist im Regionalverband Saarbrücken in der vergangenen Woche gesunken. Besonders deutlich ist der Rückgang bei Infektionen mit der brasilianischen oder südafrikanischen Variante.

In der vergangenen Woche sind im Regionalverband Saarbrücken laut einem Sprecher 104 Fälle mit mutierten Coronaviren entdeckt worden - die meisten davon die erstmals in Großbritannien entdeckte Virusvariante B 1.1.7. Bei insgesamt gesunkenen Corona-Fallzahlen machte die britische Variante 39 Prozent aller Fälle im Regionalverband aus, die brasilianische oder südafrikanische Variante 16 Prozent.

Damit weicht die Entwicklung im Regionalverband deutlich vom bundesweiten Trend ab. Bundesweit wurden laut RKI 55 Prozent der Corona-Infektionen in der vergangenen Woche durch die britische Virusvariante hervorgerufen - und nur ein Prozent durch die erstmals in Südafrika aufgetretene Variante B.1.351.

Rückgang nach zuvor deutlichen Zuwächsen

Erstmals seit Anfang Februar ist die absolute Zahl der festgestellten Mutanten im Regionalverband gesunken - nachdem es zuvor deutliche Zuwächse gab. Bei der britischen Variante etwa gab es in der letzten Februarwoche noch ein Plus von 75 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Aktuell zeichnet sich ein Rückgang ab - auch wenn die Zahlen durch Nachmeldungen noch steigen können.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Infektionen mit der südafrikanischen oder brasilianischen Virusvariante. Hier haben sich die Fallzahlen im Vergleich zur Vorwoche fast halbiert.

Saarbrücken am stärksten betroffen

Zwei Drittel der Mutationsfälle in der vergangenen Woche wurden nach Angaben des Regionalverbands in der Landeshauptstadt Saarbrücken festgestellt, weitere 21 Prozent in Völklingen. Mittlerweile wurde in jeder der zehn Städte und Gemeinden im Regionalverband mindestens ein Fall mit einer Virusvariante nachgewiesen.

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