Ein Sonnenblumenfeld mit einem rauchenden Kraftwerk links und Windrädern rechts hinten (Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte)

SHS-Vorstandschef fordert schnellere Energiewende

Wolfgang Wirtz-Nentwig   27.08.2021 | 15:38 Uhr

Der Vorstandschef der Stahl-Holding Saar, Karl-Ulrich Köhler, hat eine erhebliche Beschleunigung der Energiewende gefordert. Um die Produktion auf CO2-neutrale Technik umzustellen, müssten unter anderem die Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd und im Saarland rasch ausgebaut werden.

Der Chef der Unternehmen Saarstahl und Dillinger, Karl-Ulrich Köhler, sagte auf einer Fachveranstaltung in Düsseldorf, von der die Zeitung "Die Welt" zitiert, in den nächsten Jahren werde sich für die Stahlindustrie die Standortfrage stellen.

Um die Produktion auf CO2-neutrale Technik umzustellen, sei nicht nur erheblich mehr Ökostrom-Produktion nötig, sondern auch ein rascher Ausbau der Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd und im Saarland. Von einer Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff könne noch gar nicht gesprochen werden.

Köhler: "Abwanderung droht"

Wichtige Investitionsentscheidungen müssten deshalb schon jetzt getroffen werden, um bis 2045 CO2-neutral zu produzieren. Eine neue Bundesregierung müsse deshalb bereits in den ersten Monaten ihrer Amtszeit einen Fahrplan mit einer konkreten und verbindlichen Umsetzung erarbeiten.

Sonst drohe eine Abwanderung der Stahlproduktion in andere Länder mit besserer Verfügbarkeit von günstiger Energie oder geringeren Sozial- und Umweltstandards.

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