Rettungswache Wadern (Foto: SR)

Wie ist der Planungsstand bei der Nordsaarlandklinik?

Manuela Weichsel / Onlinefassung: Thomas Braun   15.09.2021 | 20:27 Uhr

Im Nordsaarland will die SHG einen neuen Standort aufbauen - keine klassische Klinik, eher ein ambulantes Versorgungszentrum. Jetzt wurden mehr Details vorgestellt. Die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik zeigt sich zufrieden mit den Plänen.

Seit gut zehn Monaten steht fest: Die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) wird in Wadern ein medizinisches Versorgungszentrum aufbauen. Das Wesentliche dabei ist, dass es 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche eine Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger geben wird, wie SHG-Geschäftsführer Bernd Mege bei der Versammlung der Bürgerinitiative erklärte.

Schwerverletzte per Hubschrauber schnell verlegen

"Hier wird allerdings nicht möglich sein, dass wir Schwerverletzte oder ganz invasive Krankheitsbilder versorgen", sagte Mege. Aber auch deshalb sei der Standort direkt neben der Rettungswache und dem Hubschrauberlandeplatz gewählt worden, um im Notfall Patienten schnell verlegen zu können.

Besonders ist auch, dass Telemedizin eingesetzt werden soll. Wie das funktionieren kann, wurde am Beispiel der Radiologie erläutert. So soll eine ärztliche Betreuung von Medizinern aus anderen Kliniken möglich sein, während die Patienten vor Ort in Wadern sind.

Video [aktueller bericht, 15.09.2021, Länge: 3:03 Min.]
Pläne für die medizinische Versorgung im Nordsaarland

Bürgerinitiative zufrieden mit dem Konzept

Die Bürgerinitiative, die seit Jahren eine bessere medizinische Versorgung im Nordsaarland fordert, ist zufrieden mit dem Konzept. Dass die Diagnosemöglichkeiten Tag und Nacht zur Verfügung stünden und nicht nur ein einsamer Arzt, der da nachts Wache schiebe, sei ein ganz großer Fortschritt für die Region, sagte Bernd Schröder, Sprecher der Bürgerinitiative.

Natürlich habe man sich ursprünglich mehr gewünscht, als das was in Planung ist. "Aber es war auch im Laufe der Zeit klargeworden, dass das nicht über Nacht entstehen könnte und insofern sind wir sehr froh mit diesem Konzept, dass sehr ausbaufähig ist", so Schröder.

Baubeginn frühestens 2023

Das Gesundheitsministerium hat für das SHG Klinikum Hochwald eine Förderung von knapp 16 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bis hier endlich gebaut wird, kann es aber noch dauern. Frühestens Mitte 2023 soll es losgehen.

Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht am 15.09.2021 im SR Fernsehen.

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