Ein Feldhase (Foto: dpa / picture alliance / Boris Roessler)

Fünf Hasenpest-Fälle im Saarland

Kerstin Gallmeyer   26.06.2020 | 14:35 Uhr

Im Saarland sind fünf Fälle von Hasenpest bekannt geworden. Die Fälle sind laut saarländischem Umweltministerium seit dem vergangenen Dezember aufgetreten.

Seit Dezember: Fünf Hasenpest-Fälle im Saarland
Audio [SR 3, Kerstin Gallmeyer, 26.06.2020, Länge: 00:55 Min.]
Seit Dezember: Fünf Hasenpest-Fälle im Saarland

Die fünf toten und zuvor erkrankten Feldhasen waren nach Angaben des Umweltministeriums über das Saarland verteilt aufgefunden worden. Die Hasenpest – auch Tularämie genannt – wird durch einen hochansteckenden Erreger ausgelöst. Es ist auch auf den Menschen übertragbar - entweder durch den direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, vor allem Feldhasen und Wildkaninchen, oder mit deren Ausscheidungen.

Grippeähnliche Symptome

Beim Menschen löst die Hasenpest grippeähnliche Symptome aus wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Ohne antibiotische Behandlung kann sie zu schwerwiegenden Folgen führen. Deutschlandweit wurden 2018 laut Umwelt- und Verbraucherschutzministerium 54 Erkrankungen bei Menschen gemeldet.

Landesweites Monitoring

Um zu wissen, wie stark die Hasenpest im Saarland verbreitet ist, führt das Landesamt für Verbraucherschutz seit Dezember 2019 ein sogenanntes Monitoring durch. Totaufgefundene sowie krank erlegte Feldhasen oder Wildkaninchen können dort zur Untersuchung abgegeben werden.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 26.06.2020 berichtet.

Toter Feldhase gefunden
Hasenpest in Hemmersdorf nachgewiesen
Bei einem Feldhasen in Hemmersdorf ist die Hasenpest nachgewiesen worden. Das teilte das Umweltministerium mit. Die Hasenpest kann beim Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

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