Eine Besucherin wird im Alten- und Pflegeheim vor einem Besuch ihrer Mutter mit einem Corona-Schnelltest getestet (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Schärfere Corona-Regeln für Alten- und Pflegeheime

  27.01.2021 | 14:45 Uhr

Das saarländische Gesundheitsministerium hat einen Sechs-Punkte-Plan vorgestellt, um Alten- und Pflegeheime verstärkt vor dem Coronavirus und dessen Mutationen zu schützen. Demnach sollen unter anderem die Regelungen zu Hygienekonzepten und Besuchsverboten überarbeitet werden.

Mit einem Sechs-Punkte-Sofortprogramm will das saarländische Gesundheitsministerium Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen vor den Coronavirus-Mutationen schützen. "Die Virus-Mutationen sind eine große und sehr reale Gefahr. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, derartige Mutations-Infektionsketten schnell zu identifizieren und einzudämmen", sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Die bisherigen Maßnahmen, also Abstands- und Hygieneregeln, Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung sollen weiterhin gelten.

Video [aktueller bericht, 27.01.2021, Länge: 2:23 Min.]
Sechs-Punkte-Plan für Alten- und Pflegeheime

Der Plan sieht nun zusätzlich vor, die Proben aus den Heimen auf die Virus-Mutationen zu untersuchen. Um das Ausbruchsgeschehen zu überprüfen, werde "ein konsequentes Monitoring der sequenzierten Proben stattfinden", so Bachmann. Außerdem sollen Personen, die noch nicht geimpft sind, aber bereits eine Covid-19-Infektion überstanden haben, auf Wunsch nachgeimpft werden.

Schärfere Kontrollen der Testpflicht

Auch die Hygiene- und Besuchskonzepte sollen überarbeitet werden. Hier seien restriktivere Maßnahmen nötig. Details gab das Ministerium noch nicht bekannt. Zusätzlich soll die Testpflicht in Pflegeeinrichtungen stärker kontrolliert werden. Aktuell müssen sich alle Beschäftigten sowie die Bewohnerinnen und Bewohner zweimal wöchentlich mittels Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus testen lassen.

Die saarländische Teststrategie soll mit Blick auf die Mutationen angepasst und gegebenenfalls verstärkt werden. Bei der Nachverfolgung von Ausbruchsgeschehen in den Heimen soll außerdem die Bundeswehr die Gesundheitsämter personell unterstützen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.01.2021 berichtet.

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