Ein Mann springt ins Schwimmbecken (Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Bäderkonzept: SPD wirft CDU Untätigkeit vor

Uli Hauck   24.09.2018 | 16:01 Uhr

CDU und SPD streiten weiter um ein Schwimmbad-Konzept für das Saarland. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Roth wirft dem CDU-geführten Innenministerium erneut Versäumnisse vor. Kritik kommt auch von der Linksfraktion im Landtag.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eugen Roth sieht Innenminister Klaus Bouillon in der Pflicht, gemeinsam mit den Kommunen ein landesweites Bäder-Konzept zu erarbeiten. Das was bisher vom Ministerium vorgelegt wurde, reiche hinten und vorne nicht aus. Zudem, so Roth, entspreche es nicht den Absprachen mit den Kommunen. Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus, kritisiert, dass der geplante Landeszuschuss für die Bäder nicht ausreiche. Die geplanten fünf Millionen im Jahr seien bei einem Bedarf von 70 Millionen Euro zu wenig.

Opposition zu Schwimmbad-Diskussion im Saarland
Audio [SR 3, Uli Hauck, 24.09.2018, Länge: 02:56 Min.]
Opposition zu Schwimmbad-Diskussion im Saarland

CDU-Fraktionschef Alexander Funk schlägt vor, dass die Kommunen Geld aus den geplanten jährlichen Finanzhilfen in Höhe von 50 Millionen Euro auch in ihre Bäder stecken können. Eine Schließung von Bädern ist für ihn aber eine Entscheidung der Gemeinden und nicht des Landes.

Nach Ansicht des AfD-Abgeordneten Müller werden von den Kommunen sehr geringe Eintrittspreise verlangt, gleichzeitig werde von den Besuchern viel Geld für Pommes und Eis ausgegeben. Insofern teile er die Ansicht von CDU-Innenminister Boullion, dass die Kommunen die Eintrittspreise erhöhen sollen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.09.2018 berichtet.

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