Wildschwein im Wald (Foto: imago/blickwinkel)

Jost: Schweinepest-Ausbruch "sehr wahrscheinlich"

Uli Hauck   18.09.2018 | 16:04 Uhr

Das Saarland stellt sich auf einen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest ein. Das für Menschen ungefährliche, für Schweine aber höchst bedrohliche Virus war Ende vergangener Woche in Belgien in zwei Wildschweinen nachgewiesen worden.

Die Frage sei nicht ob, sondern wann die afrikanische Schweinepest ausbricht, so Umweltminister Reinhold Jost (SPD). Da die infizierten Tiere nur etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze aufgefunden worden sind, sei ein Ausbruch der Seuche „sehr wahrscheinlich“. Auch in Lothringen und Luxemburg bereite man sich deshalb darauf vor.

Video [aktueller bericht, 18.09.2018, Länge: 2:47 Min.]
Saarland bereitet sich auf Schweinepest vor

Kadaversammelstellen werden eingerichtet

Das saarländische Umweltministerium hat bereits für rund 100.000 Euro erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. An den Fernstraßen werde mehrsprachig auf Flyern und Schildern davor gewarnt, Speisereste wegzuwerfen, denn dadurch könnten sich insbesondere Wildschweine infizieren. Außerdem richtet man Kadaversammelstellen ein und hat spezielle Kadaverboxen angeschafft.

Neben Wildschweinen können sich auch die 5.000 im Saarland gehaltenen Hausschweine infizieren und verenden. Eine schützende Impfung gegen das Virus gibt es bisher nicht. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich, es können aber enorme wirtschaftliche Schäden entstehen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 18.09.2018 berichtet.

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