Ein Arzt in Schutzkleidung entnimmt einem Patienten einen Abstrich im Mund (Foto: imago images / Westend61)

Genügend Schutzausrüstung für zweite Corona-Welle im Saarland

Thomas Braun   12.07.2020 | 14:04 Uhr

Zu Beginn der Coronakrise im Saarland herrschte ein großer Mangel an Schutzausrüstung - insbesondere an FFP2-Atemschutzmasken. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich entspannt und auch für eine mögliche zweite Welle sehen sich Ärzte und Gesundheitseinrichtungen gut gerüstet.

Sowohl FFP2-Masken als auch Desinfektionsmittel seien in den saarländischen Arztpraxen mittlerweile ausreichend vorhanden, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Gunter Hauptmann auf SR-Anfrage. Und sollte es doch irgendwo eng werden, habe man für diesen Jahr "noch genug Masken zum Verteilen".

Genug Masken, zu wenige Kittel

Schwierig sei die Lage allerdings nach wie vor bei anderen Ausrüstungsgegenständen. "Ich sehe nach wie vor Probleme bei Schutzkitteln", so Hauptmann. Die seien derzeit schwierig zu beschaffen, vor allem nicht zu einem angemessenen Preis.

Ähnlich beurteilt die Saarländische Krankenhausgesellschaft die Lage. Derzeit hätten keine Kliniken einen Mangel an Schutzausrüstung gemeldet. Allerdings seien bestimmte Gegenstände wie eben Schutzkittel oder zum Beispiel auch Beatmungsschläuche derzeit schwieriger zu bekommen. Das bestätigt auch eine Sprecherin des Klinikums Saarbrücken. Von einem wirklichen Engpass könne man aber nicht reden.

Grundsätzlich sieht man sich in den saarländischen Kliniken gut gerüstet, sollte es zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen kommen.

Viertel Millionen FFP2-Masken für Pflegeeinrichtungen

Auch die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) äußerte sich optimistisch. Zu Beginn der Pandemie habe es noch große Beschaffungsprobleme gegeben, mittlerweile habe sich die Situation aber grundlegend geändert. Seit Ende März habe das Land der SPG beispielsweise knapp eine Viertel Million FFP2-Masken geliefert, zudem mehrere Tausend Atemmasken, Einweghandschuhe und Falschen mit Desinfektionsmittel.

Die Pflegegesellschaft geht davon aus, dass die Lagerbestände in den Einrichtungen für ein bis drei Monate ausreichen. Zudem habe man neue Lieferquellen erschlossen. Mit einem erneuten Engpass rechneten die Einrichtungen daher eher nicht.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Saarlandwelle-Sendung "Guten Morgen" berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja