Personalvorstand Peter Schweda erläutert Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger die Produktion von Blechen für Offshore-Windkraftanlagen im Walzwerk Dillingen (Foto: Uwe Braun/Dillinger)

Schulze will Stahlindustrie helfen

mit Informationen von Karin Mayer   20.01.2020 | 15:30 Uhr

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will den klimafreundlichen Umbau der Stahlindustrie unterstützen. Bei einem Besuch der Dillinger Hütte kündigte sie Hilfen an. Zahlen nannte sie allerdings nicht.

Der Klimaschutz und die Stahlindustrie - für Bundesumweltministerin Schulze ist das kein Gegensatz. Stahl werde beispielsweise für Windkraftanlagen gebraucht. Allerdings müsse sich die Stahlindustrie wandeln, wofür es Wasserstoff brauche. Die hohen Investitionen in die Wasserstofftechnologie müsse der Bund, aber auch die EU unterstützen. Da es lange dauere, ein Stahlwerk umzubauen, sei es wichtig, jetzt damit zu beginnen.

Video [aktueller bericht, 20.01.2020, Länge: 3:09 Min.]
Besuch der Bundesumweltministerin

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) bezeichnete die Stahlindustrie als Rückgrat der saarländischen und der deutschen Wirtschaft. Klimaschutz sei nur mit der Stahlindustrie gestaltbar. "Stahl und Energiewende gehören zusammen", sagte Rehlinger. "Er ist ein ressourcenschonender Werkstoff. Und im Saarland wird er auch sauber produziert."

Tressel will Stahlforschungszentrum

Schulze zu Besuch beim Werk der Saarstahl AG
Audio [SR 3, Dorothee Scharner/Karin Mayer , 20.01.2020, Länge: 03:37 Min.]
Schulze zu Besuch beim Werk der Saarstahl AG

Grünen-Landeschef Markus Tressel plädierte anlässlich des Besuchs der Umweltministerin für die Einrichtung eines Stahlforschungszentrums im Saarland. Damit könne das Land zu einem "Hotspot für zukunftsfähige Industrie" werden. Das Forschungszentrum könnte von Bund und Stahl-Ländern gemeinsam getragen und durch die Europäische Union kofinanziert werden. "Wir brauchen endlich konkrete Maßnahmen, um die industrie- und klimapolitischen Herausforderungen bewältigen zu können“, so Tressel.

Schulze trifft Klimaaktivisten

Bundesumweltministerin Schulze trifft Klimaaktivisten von Fridays for Future
Audio [SR 3, Karin Mayer , 20.01.2020, Länge: 03:46 Min.]
Bundesumweltministerin Schulze trifft Klimaaktivisten von Fridays for Future

Am Nachmittag besuchte Bundesumweltministerin Schulze das Naturschutzgebiet Urwald vor den Toren der Stadt und diskutierte mit Klimaaktivisten von "Fridays for Future". Deren Vorwurf: Das von der Politik beschlossene Klimapaket reiche nicht aus, um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten. Die Zukunft sei immer noch bedroht. Trotzdem boten die Aktivisten eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Politik an.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 20.01.2020.

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