Frisches Obst steht in der Mensa einer Schule. (Foto: Jens Büttner/zb/dpa)

Saarland setzt Schulobstprogramm fort

  14.09.2020 | 06:30 Uhr

Ab sofort werden Schulen und Kitas im Saarland wieder kostenlos mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Das saarländische Umweltministerium will das Programm trotz gesunkener EU-Fördermittel nicht zurückfahren.

Insgesamt 27.700 Kinder und Jugendliche in 276 Einrichtungen erhalten jetzt wieder kostenlos Obst und Gemüse. Darunter sind 19.376 Kinder in 175 Grund- und Förderschulen und den 5. und 6. Klassen weiterführender Schulen sowie 8324 Kinder in 101 Kindertagesstätten.

Erneut weniger EU-Förderung

Die Förderung des saarländischen Schulobstprogramms durch die EU ist dabei erneut gesunken. Derzeit stehen nach Ministeriumsangaben genau 326.544,22 Euro zur Verfügung. Weitere 773.227,94 Euro übernimmt das Saarland.

Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sagte, man habe die zurückgefahrenen Mittel der EU auffangen können. „Das ist gut angelegtes Geld. Ernährungsbildung ist uns etwas wert.“

Lieferung an drei Tagen in der Woche

Die EU fährt die Förderung für das Schulobstprogramm bereits seit Jahren drastisch zurück. Jost sagte, das Umweltministerium habe seit dem Start 2009 insgesamt 7,3 Millionen Euro in das Programm investiert.

Die teilnehmenden Schulen und Kitas erhalten an drei Tagen in der Woche frisches Obst und Gemüse. Dabei sind Qualität, Vielfalt, Saisonalität und Regionalität wichtig. Die Äpfel kommen, soweit lieferbar, aus dem Saarland.

Von April bis Ende Juni, als die Schulen im Zuge der Corona-Pandemie geschlossen waren, war das Schulobst an Bedürftige, Kliniken und Pflegeeinrichtungen verteilt worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.09.2020 berichtet.

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