Schülerinnen und Schüler sitzen in einem Klassenraum. (Foto: Marijan Murat/dpa)

Ministerium sieht keine Engpässe bei Schulleitern

  16.12.2019 | 17:04 Uhr

Das saarländische Bildungsministerium sieht derzeit keine Engpässe bei Schulleitern im Saarland. Die dpa hatte am Sonntag berichtet, dass bundesweit mehr als 1000 Leiterstellen unbesetzt sind. Der Saar-Lehrerverband sieht sich durch die Umfrage allerdings bestätigt.

Wie das Bildungsministerium dem SR auf Anfrage mitteilte, sind derzeit bei 315 Schulstandorten insgesamt 18 Schulleiterstellen nicht besetzt, davon acht an Gemeinschaftsschulen, sieben an Grundschulen, zwei an Gymnasien und eine Stelle an einer Förderschule.

Ministerium: Wiederbesetzung kein Problem

Es sei eine ganz alltägliche Situation, so Pressesprecherin Marija Herceg, dass es auch bei diesen Stellen kurzzeitig zu einer Vakanz kommen könne, zumeist wegen Pensionierungen. „Die Wiederbesetzungen sind im Saarland in der Regel kein Problem und erfolgen zeitnah.“ Die dpa hatte am Sonntag berichtet, dass in Deutschland derzeit insgesamt mehr als 1000 Schulleiterstellen nicht besetzt sind, vor allem im ländlichen Raum und bei Grundschulen.

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) sieht allerdings die in der Umfrage zu Tage getretene Problematik auch bei den Grundschulen im Saarland. Schon seit Jahren hätten auch hierzulande nicht alle Schulleitungsstellen besetzt werden können, so der Verband. Aufgrund der schlechten Bewerberlage sei kein wirkliches Auswahlverfahren möglich.

Lehrerverband fordert Aufwertung

Als Ursachen dafür sieht der Verband die vergleichsweise schlechte Besoldung, die zahlreichen Aufgabenbereiche und die große Verantwortung, die auf den Schulleitern lastet. Der SLLV fordert daher, das Amt des Grundschulleiters attraktiver zu machen und die Anwärter intensiver vorzubereiten. „Es gehört schon viel Enthusiasmus dazu, sich auf eine Schulleiterstelle zu bewerben“, so SLLV-Pressereferentin Petra Meier-Ziemiak.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.12.2019 berichtet.

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