Unterricht in einer Grundschule mit den entsprechenden Corona-Abstandsregeln. (Foto: dpa/picture alliance/Christian Charisius)

Schrittweiser Schulstart ab Montag

  14.05.2020 | 15:48 Uhr

Der Fahrplan für den Wiederbeginn der Schulen im Saarland steht. Laut Bildungsministerium sollen ab kommendem Montag zuerst Kinder mit besonderem Förderbedarf wieder in die Schule gehen. Ab 25. Mai geht es dann für die Grundschüler und Klassenstufen fünf und sechs weiter.

Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: Nachdem am 4. Mai bereits die Schüler der Abschlussklassen (9 und 10 der Gemeinschaftsschulen sowie Abiturklassen an Gymnasien) sowie die Viertklässler wieder schrittweise in die Schulen zurückgekehrt waren, werden ab 18. Mai weitere Schüler Präsenzunterricht erhalten.

Bildungsministerium stellt Fahrplan für Schulöffnung vor
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 14.05.2020, Länge: 02:32 Min.]
Bildungsministerium stellt Fahrplan für Schulöffnung vor

Los geht es laut Bildungsministerium ab dem kommenden Montag für Schüler, die einen besonderen Förderbedarf haben. Also zum Beispiel Schüler aus sozial schwierigen Verhältnissen, die keine digitalen Endgeräte für Online-Learning haben oder Schüler mit sonstigen Lernschwierigkeiten. Ob deren Präsenzphasen wöchentlich oder 14-tägig organisiert werden, sollen in diesem Fall die Schulen mitentscheiden können.

25. Mai Start für weitere Grundschüler

Am 25. Mai sollen dann alle Grundschüler wieder mit dem Präsenzunterricht starten. An den Grundschulen sollen Präsenz- und Online-Unterricht wochenweise wechseln. Außerdem starten dann auch die Klassenstufen fünf und sechs an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen.

2. Juni Start für Klassenstufen 7 und 8

Schule und Unterricht ab 25. Mai: Plan des Bildungsministeriums
Audio [SR 1, Daniel Simarro, Florian Mayer, 14.05.2020, Länge: 02:09 Min.]
Schule und Unterricht ab 25. Mai: Plan des Bildungsministeriums

Ab dem 2. Juni kommen die Klassenstufen sieben und acht dazu. Hier gilt mit wenigen Ausnahmen: bis zum Schuljahresende Präsenzunterricht an je zwei Tagen pro Woche. An den Berufsschulen ist der Wiedereinstieg am kompliziertesten: hier starten am kommenden Montag zuerst unter anderem die Jahrgangsstufe zwölf der gymnasialen Oberstufe und Klassen des Übergangsbereichs. Für weitere Berufsschul-Klassen geht es erst am 08. Juni wieder los.


Die Planungen für die einzelnen Schulformen Überblick

Grundschulen

Alle Schüler der Grundschulen sollen ab dem 25. Mai in einem wochenweise rotierenden System zwischen Präsenzunterricht und Lernen zuhause wechseln. Der wochenweise Wechsel der Lerngruppen an den Schulen weicht von den Regelungen für die weiterführenden Schulen ab. An den Grundschulen sind auch jahrgangsübergreifende Lerngruppen möglich.

Förderschulen

Die Schüler der Förderschulen steigen ab dem 25. Mai in die schulischen Präsenzphasen mit einem wöchentlichen oder 14-tägigen Rhythmus ein. Die Schulen entscheiden in Abstimmung mit der zuständigen Schulaufsicht entsprechend der jeweiligen Standortkapazitäten und unter Abwägung der pädagogischen und organisatorischen Bedingungen, welche Schülergruppe je Standort zu welchem Zeitpunkt und für welche Dauer Präsenzunterricht erhält.

Gemeinschaftsschulen und Gymnasien

Die weitere Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erfolgt an den beiden Schulformen in der Woche ab dem 25. Mai für die Schüler der Klassenstufen 5 und 6. Ab dem 2. Juni folgen die Klassenstufen 7 und 8.

Diese Jahrgänge werden an den Gemeinschaftsschulen bis zum Schuljahresende an jeweils zwei Wochentagen in der Schule unterrichtet – mit Ausnahme der Schüler der Klassenstufe 5, die in der Woche vom 25. bis 29. Mai an drei Wochentagen in die Schule kommen.

In den letzten drei Wochen des Schuljahres werden auch die Schüler der Einführungsphase (Klassenstufe 11 an Gemeinschaftsschulen) an jeweils insgesamt fünf Wochentagen in der Schule unterrichtet.

Nach Abschluss der schriftlichen Prüfungen für den Hauptschulabschluss (HSA) und den mittleren Bildungsabschluss (MBA) werden die Prüflinge von der Teilnahme am Unterricht freigestellt. Die Schüler der Klassenstufen 9 und 10, die eine Übergangsberechtigung anstreben, lernen in der Zeit der schriftlichen Abschlussprüfungen zuhause. Danach können sie in Absprache mit den Lehrkräften individuelle Lernangebote in der Schule wahrnehmen.

An den Gymnasien erfolgt die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für die Klassenstufen 5, 6, 7 und 8 weitestgehend analog zu den Gemeinschaftsschulen. Nach den schriftlichen Abiturprüfungen werden die Schüler der Klassenstufe 9 an insgesamt fünf Wochentagen, die Schüler der Einführungsphase (Klassenstufe 10) an 4 Wochentagen bis zum Schuljahresende unterrichtet. Das Lernen von zuhause wird weiterhin aufrechterhalten.

Berufliche Schulen

An den beruflichen Schulen sind zwei weitere Stufen der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vorgesehen. Ab dem 18. Mai kehren die Schüler der Jahrgangsstufe 12 der gymnasialen Oberstufe wieder in den Präsenzunterricht zurück, ebenso weitere Stufen in der dualen und schulischen Ausbildung (Grundstufe/Fachstufe) sowie die Klassen des Übergangsbereichs (Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), Berufsgrundschule (BGS), Berufsvorbereitungsjahr (BVJ).

Ab dem 8. Juni werden die weiteren Klassenstufen in den folgenden Schulformen beschult:

  • Berufliches Oberstufengymnasium Klassenstufe 11 (BOG),
  • Fachoberschulen Klassenstufe 11 (FOS),
  • Berufsfachschulen Klassenstufe 10 (BFS),
  • Höhere Berufsfachschulen Klassenstufe 11 (HBFS),
  • weitere Stufen in der dualen Ausbildung (Grundstufe/Fachstufe) und Fachschule für Sozialpädagogik Klassenstufe 11 (FSP).  

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