Schulkinder einer fünften Klasse nehmen am Unterricht teil. (Foto: picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Wechselunterricht auch nach Ostern

mit Informationen von Carolin Dylla   23.03.2021 | 14:52 Uhr

Auch nach den Osterferien wird es im Saarland zunächst keine vollständige Rückkehr in den Präsenzunterricht geben. Das hat Bildungsministerin Streichert-Clivot angekündigt. Wie es weitergeht, hänge auch vom Infektionsgeschehen ab.

Eine Rückkehr in den vollständigen Präsenzunterricht werde es vor dem 19. April nicht geben, sagte Bildungsministern Christine Streichert-Clivot (SPD) am Dienstag in Saarbrücken. Ob es danach zu weiteren Öffnungen komme, werde die Landesregierung abhängig vom Infektionsgeschehen rechtzeitig entscheiden.

Schulbetrieb nach Ostern weiter im Wechselunterricht
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 23.03.2021, Länge: 02:33 Min.]
Schulbetrieb nach Ostern weiter im Wechselunterricht

Ursprünglich war eine Rückkehr zum Präsenzunterricht nach den Osterferien vorgesehen gewesen. Glücklich ist die Bildungsministerin nicht, dass sie von diesen Plänen nun abrücken muss. Die neuesten Bund-Länder-Beschlüsse ließen aber weitere Öffnungsschritte an den Schulen nicht zu, räumte Christine Streichert-Clivot ein. Das sei „bedauerlich“, so die SPD-Politikerin. Sie halte Öffnungen weiter für möglich – und mit Blick auf das Recht auf Bildung auch nötig.

50 positive Fälle nach 42.000 Schnelltests

Wechselunterricht auch nach den Osterferien
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 23.03.2021, Länge: 03:08 Min.]
Wechselunterricht auch nach den Osterferien

Die Ministerin betonte einmal mehr, dass die Schulen keine Treiber der Pandemie seien. Letzte Woche seien in den saarländischen Schulen rund 42.000 Schnelltests gemacht – 50 davon seien durch einen PCR-Test als positiv bestätigt worden. Das entspreche einer Positiv-Quote von 0,12 Prozent für diese Woche.

Seit Ende letzter Woche lägen erste Eckpunkte für ein Programm zur Aufarbeitung von Lerndefiziten vor, für das Bund und Länder gemeinsam eine Milliarde Euro aufbringen wollen. Der saarländische Ministerrat habe hier zwar schon signalisiert, dass sich das Land an der Finanzierung beteiligen werde. Aus Sicht von Streichert-Clivot steht der Bund aber besonders in der Verantwortung, solche Programme zu finanzieren.

SLLV begrüßt Entscheidung

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband begrüßte die Entscheidung. "Ich bin erleichtert, dass man davon Abstand genommen hat, die Schüler nach den Osterferien in Vollpräsenz zu unterrichten. Auch für künftige Entscheidungen bezüglich weiterer Öffnungsschritte gilt es, den Verlauf der Pandemie ganz genau zu beobachten und entsprechend der Infektionslage zu entscheiden", sagte die Vorsitzende Lisa Brausch.

Die Landeselterninitiative für Bildung betonte, dass nun alle Anstrengungen des Bildungs- und Sozialsystems und seiner Akteure aufgeboten werden müssten, um die gravierenden Nachteile für die Bildungsbiographie und die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auszugleichen. Die Pandemiefolgen dürften ihr Leben nicht dauerhaft begleiten.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 23.03.2021.

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