Im leeren Klassenzimmer einer Grundschule sind Stühle hochgestellt. (Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)

300 zusätzliche Lehrerstellen im Saarland benötigt

Carolin Dylla   11.02.2021 | 14:52 Uhr

Nach Ankündigung des saarländischen Bildungsministeriums, den Präsenzunterricht an den Grundschulen ab dem 22. Februar wieder aufzunehmen, hat der Bildungsausschuss des Landtags am Donnerstag über die Voraussetzungen dafür debattiert. Im Fokus standen unter anderem das Testkonzept sowie der zusätzliche Personalbedarf.

Eins ist aus Sicht der Ausschuss-Mitglieder auf jeden Fall positiv: Die im Sommer geschaffenen 200 Stellen aus der sogenannten „Lehrer-Reserve“ sollen verlängert werden. Das hat Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) den Abgeordneten berichtet. Zusätzlich seien aber im kommenden Schuljahr 300 weitere Stellen nötig – Kostenpunkt bis zu 20 Millionen Euro.

Saar-Grundschulen im Wechselunterricht
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 11.02.2021, Länge: 02:53 Min.]
Saar-Grundschulen im Wechselunterricht

Ministerium erarbeitet Gesamtkonzept

Der Bildungsausschuss zur geplanten Schulöffnung
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 11.02.2021, Länge: 00:40 Min.]
Der Bildungsausschuss zur geplanten Schulöffnung

Darüber laufen derzeit aber erst einmal Verhandlungen innerhalb der Landesregierung, betonte der Ausschussvorsitzende Frank Wagner (CDU). Aus Wagners Sicht der wichtigste Punkt: ein vom Bildungsministerium geplantes Gesamtkonzept, das Maßnahmen enthalten soll, um die Folgen der Corona-Pandemie für Schülerinnen und Schüler möglichst abzufedern. Noch sei aber unklar, ob der Entwurf dafür bis zur nächsten Ausschuss-Sitzung in drei Wochen vorliege, so Wagner weiter.

Auch die geplanten, regelmäßigen Testungen des pädagogischen Personals erweisen sich noch als schwierig. Sowohl CDU-Bildungspolitiker Wagner als auch die Linken-Abgeordnete Barbara Spaniol betonten nach der Sitzung, dass im Moment vor allem medizinisch geschultes Fachpersonal fehle, um zu testen. Und: Schnelltests zur Selbstanwendung seien nach Angaben der Landesregierung derzeit noch nicht ausreichend erprobt oder verfügbar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 11.02.2021 berichtet.

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