Abitur (Foto: Felix Kästle/dpa-Bildfunk)

Schülervertreter fordern Ausfall der Abiturprüfungen

Stephan Deppen   17.04.2020 | 13:12 Uhr

Die Landesschülervertretung im Saarland hat sich in der Corona-Krise für ein "Durchschnittsabitur" ausgesprochen. Das Abitur sollte ebenso wie der mittlere Bildungsabschluss und der Hauptschulabschluss auf der Grundlage der bisherigen Leistungen vergeben werden.

Der Sprecher der Landesschülervertretung, Lennart-Elias Seimetz, erklärte auf SR-Anfrage, ein Abitur sei unter den gegebenen Bedingungen nicht schreibbar. Zur Begründung verweist die Landesschülervertretung auf einen äußerst engen Zeitplan insbesondere nach den schriftlichen Prüfungen. Das mache eine intensive Vorbereitung nicht mehr möglich.

Schülervertreter fordern Ausfall der Abiturprüfungen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 17.04.2020, Länge: 01:07 Min.]
Schülervertreter fordern Ausfall der Abiturprüfungen

Darüber hinaus bestehe das Risiko, dass Schülerinnen und Schüler nicht an den Prüfungen teilnehmen könnten, weil sie unter häusliche Quarantäne gestellt werden könnten.

Schrittweiser Schulstart positiv bewertet

Landesschülervertretung gegen Abiturprüfungen
Audio [SR 3, Stephan Deppen/Barbara Grech, 17.04.2020, Länge: 01:11 Min.]
Landesschülervertretung gegen Abiturprüfungen

Die Entscheidung der Landesregierung, zunächst Viertklässler und höhere Klassen wieder mit dem Unterricht beginnen zu lassen, hält die Landesschülervertretung für richtig. Am Nachmittag wollen die Schülervertreter ihre Argumente mit der Bildungsministerin besprechen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 17.04.2020.

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