Schüler sitzen mit OP-Masken im Unterricht (Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gaetan Bally)

Schüler wieder im Präsenzunterricht

  31.05.2021 | 18:07 Uhr

Die saarländischen Schulen sind am Montag wieder in den täglichen Präsenzunterricht gestartet. Für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte gelten weiterhin strikte Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Zwei Corona-Tests pro Woche sind für alle weiterhin verpflichtend.

Mehrere Wochen lernten Schüler wieder von zu Hause, nachdem nach und nach alle Landkreise durch die Bestimmungen der Bundesnotbremse wieder auf Distanzunterricht umstellen mussten. Nun kehrten sie am Montag in den täglichen Präsenzunterricht zurück.

Video [aktueller bericht, 31.05.2021, Länge: 3:28 Min.]
Schulen kehren in Präsenzunterricht zurück

Rückkehr zum Präsenzunterricht sorgt für gemischte Gefühle
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 31.05.2021, Länge: 05:03 Min.]
Rückkehr zum Präsenzunterricht sorgt für gemischte Gefühle

An den Hygiene- und Schutzmaßnahmen habe sich nichts geändert, sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) bereits Mitte Mai. Das Tragen medizinischer Masken, regelmäßiges Lüften und zwei Corona-Tests pro Woche seien für alle in der Schule anwesenden weiterhin verpflichtend.

Wenn Schüler oder deren Eltern den Corona-Test verweigern, gelte für diese weiterhin Heimunterricht, betonte Streichert-Clivot.

Verstärkerbusse sollen Verkehr entlasten

Die Saarbahn appelliert zudem an Schülerinnern und Schüler, die angebotenen Verstärkerbusse zu nutzen. Da die Busse in der letzten Vollpräsenzphase in den Schulen im vergangenen Herbst jedoch nicht ausreichend genutzt wurden, will das Unternehmen nun erneut auf das Angebot aufmerksam machen.

Die Saarbahn bietet unter anderem Busse entlang der Saarbahntrasse an. Sie fahren zusätzlich zur Saarbahn-Linie S1. Außerdem fahren zusätzliche Busse auf den Linien 101, 102, 104 und 136.

Inzidenzen entscheidend

Voraussetzung für den Unterricht vor Ort ist eine saarlandweite Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Liegt die Inzidenz in Kreisen allerdings an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 100, greift erneut die Bundesnotbremse und die Schulen gehen zunächst in den Wechselunterricht.

Wenn die Sieben-Tages-Inzidenz über 165 liegt, müssen die Schulen wieder komplett schließen. Die Inzidenz im Saarland lag am Montag bei 31,8.

Streichert-Clivot fordert mehr Geld vom Bund

Streichert-Clivot fordert für die Corona-Aufholmaßnahmen für Schüler mehr Geld vom Bund. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagte die SPD-Politikerin am Sonntag, man brauche Zeit, um die Probleme zu bewältigen, die durch die monatelangen Schulschließungen entstanden seien. Das Geld müsse jetzt schnell fließen.

Außerdem brauche es einen Dialog mit dem Bund, wie viele der Maßnahmen auch dauerhaft finanziert werden könnten. Bisher stellt der Bund rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Daraus können zum Beispiel Nachhilfemaßnahmen oder Schulsozialarbeit finanziert werden.

Elternvertreter begrüßen Rückkehr

Die Landeselternvertretung der Gymnasien im Saarland hat die Rückkehr zum Präsenzunterricht begrüßt. Die Vorsitzende Katja Oltmanns erklärte, die Entwicklung der Pandemie-Kennzahlen lasse größere Freiräume zu.

Laut und ungewohnt: Die Vollpräsenz in den saarländischen Schulen
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 31.05.2021, Länge: 03:07 Min.]
Laut und ungewohnt: Die Vollpräsenz in den saarländischen Schulen

Voraussetzung für die Schulöffnungen seien aber weiterhin regelmäßig stattfindende Testungen sowie die geltenden Hygienemaßnahmen. Oltsmann betonte, das Aufholprogramm des Bundes werde nicht ausreichen, um die Defizite der Schüler nachhaltig zu beheben. Jetzt sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche an den Schulen wieder ein Stück Normalität leben könnten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 31.05.2021 berichtet.

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