Logo des Fleischwarenherstellers Schröder (Foto: SR)

Weiteren Schröder-Filialen droht die Schließung

Lisa Huth   27.06.2019 | 16:12 Uhr

Die Firma Schröder Fleischwaren hat am Donnerstag das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Neben den bereits geschlossenen Filialen stehen weitere auf der Kippe.

Der Sanierungsgeschäftsführer von Schröder, Franz Abel, stellte klar: Neben der Filiale im Neunkircher Saarparkcenter sind jetzt auch die Saarbrücker Filialen in der Europagalerie, der Diskontopassage und der Imbiss in der Bahnhofstraße geschlossen. Für den Ilseplatz gibt es noch keine Entscheidung.

Dafür aber für die Filialen in den Kaufland-Geschäften in Merzig, Schmelz, Trier und Hermeskeil: Sofern kein Mieter früher gefunden wird, werden sie Ende September geschlossen. Bereits geschlossen sind laut Mark Baumeister von der Gewerkschaft NGG die beiden Filialen in Dudweiler.

Transfergesellschaft, Aufhebungsvertrag oder Kündigung

Für die 170 betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht das Angebot einer Transfergesellschaft. Abel sagte dem SR, seiner Erfahrung nach hätten in ähnlichen Situationen die Leute zu fast 100 Prozent wieder eine Arbeit gefunden. Wer nicht in die Transfergesellschaft wolle, dem werde ein Aufhebungsvertrag mit einer Prämie von 5000 Euro angeboten. Wer das ebenfalls ablehne, der erhalte die Kündigung für Ende Dezember.

Großen Wert legte Abel auf die Feststellung, wie sehr er für die verbleibenden 300 Arbeitsplätze kämpfe. Gemeinsam mit allen Beteiligten wolle er Schröder zukunftsfähig machen. Er wolle weg vom Image der Rostwurstbude, hin zum Fleisch- und Wurstspezialisten. Abel sprach von einem anderen Auftritt in den verbleibenden Filialen und neuen Vertriebskonzepten für Schröder. Mehr wolle er aber erst sagen, wenn das spruchreif sei.

Über dieses Thema hat auch die SR 3- Rundschau am 27.06.2019 berichtet.

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