Schüler melden im Unterricht. (Foto: picture alliance / dpa | Daniel Reinhardt)

Schnelltests und medizinische Masken für Schulen

  19.02.2021 | 16:16 Uhr

Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im Saarland können sich ab Montag bis zu zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Außerdem stellt das saarländische Bildungsministerium den Schulen medizinische Masken in Kindergröße zur Verfügung.

Die saarländischen Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen starten am Montag in den Wechselunterricht. Ab dann können sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im Saarland bis zu zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Zum Einsatz kommen nach Auskunft des saarländischen Bildungsministeriums Antigen-Schnelltests.

Ministerium stellt Schnelltests und Masken für Schulen bereit
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 18.02.2021, Länge: 02:26 Min.]
Ministerium stellt Schnelltests und Masken für Schulen bereit

Die Tests sollen zunächst in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung durch Ärztinnen und Ärzte aus umliegenden Praxen an den Schulen durchgeführt werden. 135 Ärzte haben sich nach Angaben des Ministeriums bisher bereit erklärt, Tests durchzuführen. Listen mit entsprechenden Praxen sollen den Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Tests zu Randzeiten

Für die Tests hat das Ministerium nach eigenen Angaben Leitlinien erarbeitet. Sie sollen idealerweise in einem Raum mit separatem Ein- und Ausgang durchgeführt werden. Als Zeiten nennt das Ministerium Randzeiten wie vor dem Unterrichtsbeginn, aber auch in der Mittagspause. Die Kassenärztliche Vereinigung schätzt, dass so unter guten Bedingungen 30 bis 45 Personen pro Stunde getestet werden können.

So soll das Testen in den Schulen ablaufen
Audio [SR 3, Gerd Heger, 18.02.2021, Länge: 02:50 Min.]
So soll das Testen in den Schulen ablaufen

Das Bildungsministerium betont, dass die Teilnahme am Testangebot sowohl für die Beschäftigten der Schulen als auch die Schülerinnen und Schüler freiwillig ist.

Bei Minderjährigen ist zudem eine Einverständniserklärung der Eltern notwendig. Sie sollen zeitnah über das Testangebot informiert werden. Im Falle eines positiven Schnelltest-Ergebnisses soll zur Absicherung des Ergebnisses ein PCR-Test durch das zuständige Gesundheitsamt durchgeführt werden, das dann gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleitet.

Zusätzliche Sicherheit

Sobald Schnelltests zur Selbstanwendung zugelassen sind, sollen diese zur Anwendung kommen. Bisher konnten sich Beschäftigte an den Schulen beim Landestestzentrum in Saarbrücken auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Dieses Angebot soll bestehen bleiben.

"Die Corona-Lage im Saarland entwickelt sich positiv und an unseren Schulen haben wir bereits strenge Hygiene- und Infektionsschutzregelungen, mit denen ein sicherer Schulbetrieb auch in der Pandemie möglich ist. Mit der Ausweitung des Testangebots sorgen wir für zusätzliche Sicherheit an unseren Schulen. Klar ist, dass wir immer wieder auch Corona-Fälle mit Schulbezug haben werden, solange wir uns in der Pandemie befinden", sagt die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD).

Medizinische Masken für Kita-Beschäftigte

Ab der kommenden Woche können sich auch die Kita-Beschäftigten im Saarland zweimal pro Woche kostenlos auf Corona testen lassen. Zudem müssen die Beschäftigten ab kommenden Montag bei ihrer Arbeit eine medinische Maske tragen. Das geht aus einem Schreiben des Landesjugendamtes an die Träger hervor.

Land will Masken beschaffen

Mit der am vergangenen Dienstag beschlossenen Corona-Verordnung des Landes wird auch an den Schulen das Tragen medizinischer Masken verpflichtend. Das Ministerium verweist darauf, dass mittlerweile auch medizinische Masken in Kindergrößen im Handel erhältlich seien. Kinder, die am Montag ohne entsprechende Maske in die Schule kommen, bekämen eine gestellt. Das Land hat nach eigenen Angaben bereits zwei Millionen Masken auf Lager.

Die Masken sollen während des gesamten Schulbetriebes getragen werden. Es seien jedoch auch Tragepausen vorgesehen.

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