Rüdiger Schneidewind vor Gericht (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Schneidewind wehrt sich gegen "unfaires Verhalten"

Markus Person / Onlinefassung: Kasia Hummel   29.10.2021 | 16:42 Uhr

In Homburg hat der suspendierte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind am Freitag Stellung zu den jüngsten Vorwürfen aus dem Stadtrat bezogen. Außerdem betonte er erneut, um den Verbleib im Amt kämpfen zu wollen.

Angriff ist die beste Verteidigung - so ungefähr könnte man den Termin im Homburger Siebenpfeifferhaus am Freitag beschreiben. Homburgs suspendierter OB Schneidewind hat nach eigener Aussage eingeladen, um sich gegen das unfaire Verhalten seiner Gegner im Abwahlverfahren zu wehren.

Unterstützung von der SPD-Fraktion

Unterstützt wird er dabei von der SPD-Fraktion. Die will ihm per Antrag ermöglichen, bei der nächsten Ratssitzung zu den im Bericht der Rechnungsprüfer aufgeführten Missständen persönlich Stellung zu beziehen.

Dass die bereits in Kürze in einer Sondersitzung des Stadtrats zur Sprache kommen, scheint wahrscheinlich und damit noch vor dem Abwahlverfahren gegen den suspendierten Oberbürgermeister am 28. November Thema zu werden.

Video [aktueller bericht, 29.10.2021, Länge 2:55 Min.]
Schneidewind äußert sich zu neuen Vorwürfen

Denn aus der Rathausverwaltung heißt es, die letzte reguläre Sitzung kurz vor Weihnachten sei unter anderem wegen des städtischen Haushalts bereits sehr umfangreich.

Abwahl alles andere als sicher

Unabhängig davon gilt die Abwahl von Schneidewind alles andere als sicher. Denn dafür müssten ihn rund 11.000 Bürger per Stimmabgabe aktiv abwählen - und damit etwa 3000 weniger als ihn 2014 zum Oberbürgermeister gewählt hatten.

Der Homburger Stadtrat hatte Anfang September die Abwahl des suspendierten SPD-Oberbürgermeisters Rüdiger Schneidewind beschlossen. Der Termin wird voraussichtlich der 28. November sein. Schneidewind selbst hatte empfohlen, das Verfahren gegen ihn auf den Weg zu bringen.

Verhandlung vor dem BGH

Die Verhandlungen im Zusammenhang mit der so genannten Detektivaffäre werden derweil vor dem Bundesgerichtshof (BGH) weitergehen. Der BGH bestätigte dem SR, dass der 5. Strafsenat einen Termin für den 2. März 2022 in Leipzig anberaumt hat.

Schneidewind will um sein Amt kämpfen
Audio [SR 3, Markus Person, 29.10.2021, Länge: 03:07 Min.]
Schneidewind will um sein Amt kämpfen

Über dieses Thema berichtet auch die Region am Nachmittag auf SR 3 Saarlandwelle am 29.10.2021.

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