Rüdiger Schneidewind im Gerichtssaal (Foto: beckerbredel)

Schneidewind-Prozess doch fortgesetzt

mit Informationen von Thomas Gerber   07.12.2020 | 15:17 Uhr

Der Revisionsprozess um die Detektivaffäre des suspendierten Homburger Oberbürgermeisters Rüdiger Schneidewind geht vorerst weiter. Nach SR-Informationen hat das Landgericht Saarbrücken die Entscheidung über einen Befangenheitsantrag der Staatsanwaltschaft zurückgestellt.

Die Staatsanwaltschaft zweifelt daran, dass eine der Schöffinnen, die Bürgermeisterin von Mandelbachtal und Parteigenossin Schneidewinds, Maria Vermeulen, unvoreingenommen urteilen kann. Sie gehört wie Schneidewind dem SPD-Kreisverband Saarpfalz an. Aus diesem Grund hatte die Staatsanwaltschaft am Freitag einen Befangenheitsantrag gestellt.

Erst im Gerichtssaal kennengelernt?

Das Landgericht hat diesen Befangenheitsantrag nun zurückgestellt. Schneidewind selbst erklärte, er habe Vermeulen erst im Gerichtssaal kennengelernt. Bei ihrer Wahl zur Bürgermeisterin sei er als Oberbürgermeister bereits suspendiert gewesen.

Prozess fortgesetzt

Am Montag wurde der Prozess mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt. Unter anderem wurde der Chef des mit der Überwachung beauftragten Düsseldorfer Detektivbüros vernommen. Der 77-Jährige ist seit 50 Jahren in der Branche und sprach von einer "normalen und erfolgreichen" Observation.

Ein wohl mit entscheidender Zeuge, der damalige Chef des Ordnungsamts, konnte nicht erscheinen. Er ist in Corona-Quarantäne, kann so möglicherweise erst im neuen Jahr vernommen werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.12.2020 berichtet.

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