Rüdiger Schneidewind (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Disziplinarverfahren gegen Schneidewind läuft weiter

mit Informationen von Thomas Gerber   08.08.2022 | 17:00 Uhr

Auch ein knappes halbes Jahr nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist im Disziplinarverfahren gegen den Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind kein Ende in Sicht. Der 54-Jährige ist seit mehr als drei Jahren vom Dienst suspendiert.

Wegen des Strafverfahrens gegen den Homburger Oberbürgermeister Schneidewind hatte das Disziplinarverfahren gegen ihn geruht. Nach der Entscheidung des BGH in der Strafsache sei das Disziplinarverfahren zwar wieder aufgenommen worden, teilte das Innenministerium auf SR-Anfrage mit.

Es gebe aber genau vorgeschriebene Schritte wie unter anderem Anhörungen. Zur Dauer des Verfahrens könnten derzeit keine Angaben gemacht werden.

Schneidewind wegen Haushaltsuntreue verurteilt

Der Bundesgerichtshof hatte Anfang März die Revisionen von Schneidewind und der Staatsanwaltschaft gegen ein Urteil des Saarbrücker Landgerichts zurückgewiesen. Damit ist Schneidewind in der sogenannten Detektivaffäre rechtskräftig wegen Haushaltsuntreue zu einer Strafe von 120 Tagessätzen à 90 Euro verurteilt worden und ist vorbestraft.

Zwei weitere Untreueverfahren gegen Schneidewind waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. In einem ging es um Mietverträge für eine Trommelschule, im anderen um Gaslieferungen für städtische Gebäude.

Schneidewind ist seit mehr als drei Jahren vom Dienst suspendiert, bezieht allerdings noch gut 80 Prozent seines früheren Gehalts.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.08.2022 berichtet.

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