Rüdiger Schneidewind, SPD (Foto: SR Fernsehen)

Untreueprozess gegen Schneidewind beginnt später

Thomas Gerber   24.09.2018 | 12:29 Uhr

Der Untreueprozess gegen den Homburger SPD-Oberbürgermeister Schneidewind beginnt voraussichtlich erst Anfang nächsten Jahres. Wie das Landgericht dem SR bestätigte, wurden die für Anfang Dezember anberaumten Termine jetzt aufgehoben.

Die zuständige Strafkammer müsse zunächst dringende Haftsachen abarbeiten, erklärte das Landgericht. Der Untreueprozess gegen Schneidewind werde deshalb vermutlich erst im Januar oder Februar 2019 beginnen.

Schneidewind wird im Zusammenhang mit der sogenannten Detektivaffäre Untreue vorgeworfen. Er hatte ein Düsseldorfer Detektivbüro ohne Zustimmung des Stadtrats mit der Überwachung von Mitarbeitern des städtischen Baubetriebshofs beauftragt. Die Aktion blieb weitgehend ohne greifbare Ergebnisse.

Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden für die Stadt auf rund 100.000 Euro. Insgesamt hatte der Detektiveinsatz gut 300.000 Euro gekostet. Der Homburger Stadtrat hatte vergangene Woche beschlossen, von Schneidewind Schadensersatz zu fordern.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.09.2018 berichtet.

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