INA SCHAEFFLER in Homburg (Foto: Sebastian Knoebber/SR)

Vorerst keine Investitionen bei Schaeffler in Homburg

Yvonne Schleinhege   08.02.2021 | 17:05 Uhr

Der Automobilzulieferer Schaeffler wird vorerst keine Komponenten für die Wasserstofftechnologie in Homburg produzieren. Das haben die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat dem SR mitgeteilt. Eigentlich geplante Investitionen in Homburg werden nach Angaben der Arbeitnehmervertreter an bayerische Standorte umgeleitet.


Für die Schaeffler-Mitarbeiter in Homburg sei das eine Enttäuschung, sagte der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Vicari. Auch weil in Homburg in Sachen Brennstoffzelle Pionierarbeit geleistet wurde. Nun sorge man sich, wie es mit dem Standort langfristig weitergeht – 290 Jobs stehen aktuell zu Diskussion.

Video [aktueller bericht, 08.02.2021, Länge: 3:43 Min.]
Wasserstoff als Energieträger der Zukunft

IG Metall und Betriebsrat wollen kämpfen

Die Wasserstofftechnologie sei eigentlich eine echte Zukunftschance, so Vicari weiter. Die Entscheidung von Schaeffler, dass Homburg in Sachen Wasserstoff wohl vorerst raus ist, sei schleichend gekommen, so Ralf Reinstädler von der IG Metall Homburg. Obwohl es eigentlich durchaus Zusagen von Seiten des Konzerns  bezüglich Investitionen gab, sei nun alles gestoppt worden.

Das Unternehmen wollte sich auf SR-Anfrage nicht konkret zum Sachverhalt äußern: Man sei in Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern. Details zu Standorten wolle man bis zum Abschluss eines etwaigen Interessenausgleichs nicht öffentlich diskutieren. Der Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall wollen nun dafür kämpfen, dass doch noch bei Schaeffler investiert wird.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.02.2021 berichtet.

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