Schaeffler, Homburg (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Homburg von Schaeffler-Krise betroffen

Mit Informationen von Mirko Tomic und Karin Mayer   10.09.2020 | 06:39 Uhr

Der Autozulieferer Schaeffler kündigt den Abbau tausender Arbeitsplätze in Deutschland an. Grund dafür ist die aktuelle Krise in der Automobilindustrie. In Homburg sollen 290 Jobs wegfallen.

Video [aktueller bericht, 09.09.2020, Länge: 5:17 Min.]
Mehr dazu in den Nachrichten des aktuellen berichts ab 16:40 min.

Der Autozulieferer Schaeffler kündigt den Abbau tausender Arbeitsplätze in Deutschland an. Grund dafür ist die aktuelle Krise in der Automobilindustrie. Auch das Werk in Homburg ist betroffen. Bis Ende 2022 entfallen europaweit 4400 Stellen, davon der größte Teil in Deutschland.

An insgesamt zwölf Standorten sollen Stellen gestrichen werden – darunter auch in Homburg. Momentan gibt es dort noch 2350 Mitarbeiter. Nach SR-Informationen sollen 290 Jobs wegfallen. Schaeffler will demnach den bisher in Homburg ansässigen Bereich Kugelfertigung auslagern. In diesem Bereich sind 150 Mitarbeiter beschäftigt. Wo die übrigen Stellen im Werk wegfallen sollen, ist nicht bekannt.

Kritik von Betriebsrat

"Der klassische Autobereich wird kleiner"
Audio [SR 1, Christian Balser, Karin Mayer, 10.09.2020, Länge: 02:25 Min.]
"Der klassische Autobereich wird kleiner"

Der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Vicari fordert deshalb mehr Information vom Unternehmen und kritisiert den geplanten Stellenabbau. Dem SR sagte er, durch Kurzarbeit könne der Jobabbau vermieden werden. Er forderte Klarheit vom Unternehmen über die geplanten Einschnitte und über die Neuausrichtung. Nach Unternehmensangaben sollen Standorte für E-Mobilität und für Wasserstoff gestärkt werden. In Homburg werden überwiegend Teile für Verbrennungs-Motoren gefertigt. 

Das Unternehmen teilte mit, geplant sei eine sozialverträgliche Umsetzung. Mit dem Stellenabbau will Schaeffler seine Kosten um bis zu 300 Millionen Euro jährlich senken. Schaeffler beschäftigt weltweit mehr als 84.000 Mitarbeiter.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.09.2020 berichtet.

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